Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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In den vergangenen Wochen haben wir mit einer Vielzahl von Rallye-Veranstaltern gesprochen. Einige präsentierten einladende Konzepte, andere überzeugten mit frischen Ideen, und wenige schafften es, beides auf eindrucksvolle Weise zu verbinden. Wir teilen hier nicht alles – dafür verweisen wir gerne auf unseren Veranstaltungskalender –, doch eine Initiative stach in der vergangenen Woche deutlich hervor: die neue Ausrichtung von Via Flaminia Rallies, mit The Peaks of the Pyrenees als erstem Ausrufezeichen.
Auch diese Veranstaltung scheint dem vertrauten Motto „the rally with the smile“ voll und ganz gerecht zu werden. Kein Zeitdruck, keine hektischen Etappen, sondern eine Reise, bei der Fahrfreude und Erlebnis im Mittelpunkt stehen. Es geht darum, das Auto, die Landschaft und die Gesellschaft zu genießen.
The Peaks of the Pyrenees Pre-War beginnt mit einem Lunch an einem besonderen Ort: der größten Sammlung von Rolls-Royce-Automobilen Europas, unweit von Bilbao. Von dort führt die Route nahezu unmittelbar in die Berge, wo die Teilnehmer mehrfach die Grenze zwischen Spanien und Frankreich überqueren. Bekannte Pässe der Tour de France wechseln sich mit ruhigeren, weniger bekannten Straßen ab, die fahrerisch ebenso reizvoll sind.
Was die Pyrenäen so besonders macht, ist ihre enorme Vielfalt. Im einen Moment fährt man hoch über der Landschaft, mit weiten Ausblicken bis zum Horizont. Kurz darauf befindet man sich tief in einer engen Schlucht, wo sich die Felswände dicht schließen und die Straße kaum Platz für zwei Fahrzeuge nebeneinander lässt. Manche Abschnitte erfordern Präzision und Technik, andere laden zu einem fließenden, entspannten Fahrstil ein – alles abgestimmt auf den Charakter von Vorkriegsfahrzeugen.
Eile kommt nirgends auf. Die Tage sind so gestaltet, dass Zeit bleibt für eine Kaffeepause, um die Aussicht zu genießen oder einfach dem Rhythmus der Straße zu folgen.
Auch abseits des Fahrens ist alles bis ins Detail durchdacht. Übernachtet wird in einer Auswahl hervorragender Hotels, darunter mehrere Fünf-Sterne-Häuser, ausgewählt nach Lage und Komfort. Die Abende sind entspannt: gutes Essen, ein Glas Wein und die Gelegenheit, gemeinsam auf den Tag zurückzublicken.
Nach neun Tagen kehrt die Gruppe nach Bilbao zurück, wo britische Teilnehmer auf Wunsch die Fähre nach Hause nehmen können.
Wie von Via Flaminia gewohnt, bleiben die Rallyes bewusst klein und stilvoll zurückhaltend. Für Interessierte gibt es eine leichte wettbewerbliche Komponente, die jedoch vor allem als Gesprächsstoff dient. Im Mittelpunkt stehen das Fahren, die Umgebung und die Menschen, mit denen man diese Erfahrung teilt.
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