Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Seit einigen Monaten hat PreWarCar.de eine neue Kategorie: Fahrräder. Von Anfang an erwies sie sich als überraschend beliebt, nicht zuletzt dank der besonderen Exemplare von Colin Kirsch, dem Gründer des Online Bicycle Museum. Ein guter Grund für uns, ihn in seiner Heimatstadt Brighton zu besuchen.
Wir treffen Colin, während er seinen Transporter für die Beaulieu Autojumble belädt, wo er seit vielen Jahren einen festen Stand hat. Man muss einfach lächeln, wenn man ihn sieht. Colin ist kein gewöhnlicher Händler – weder äußerlich, noch in seiner Denkweise und schon gar nicht in seiner Vergangenheit. Über ihn kursieren zahlreiche Geschichten: von seiner Zeit als Garagist, seinem Autohandel bis hin zu seiner Leidenschaft und seinem Wissen über historische Fahrräder.
Was sofort auffällt, ist seine Begeisterung. Er zeigt uns ein bemerkenswertes Hayward Onward-Fahrrad aus dem Jahr 1899, komplett mit der originalen Rechnung. Mit spürbarer Leidenschaft erzählt er über die sogenannten Cushion Tires – Reifen, die technisch zwischen Vollgummi- und Luftreifen liegen. Nach 126 Jahren ist das Gummi zwar härter geworden, aber immer noch original. Solche Details machen das Rad einzigartig: Anders als Autos wurden Fahrräder damals kaum registriert, weshalb ihre Geschichte selten nachvollziehbar ist.
Colin findet seine Stücke überall: in Museen, bei Antiquitätenhändlern oder von Privatpersonen, die ihre Sammlung auflösen. Seine Laufbahn begann einst mit Autos und Motorrädern; in den 1980er Jahren gab er sein Garagengeschäft auf. Während der Rezession 2008 wollte er wieder etwas Neues beginnen. Eine Motorraddatenbank gab es bereits, doch seine Liebe zu alten Fahrrädern brachte ihn auf eine andere Idee: das Online Bicycle Museum. Dort baute er einen beeindruckenden Wissensschatz auf, der inzwischen auch für unsere Redaktion eine wertvolle Quelle ist.
Der Handel mit Fahrrädern bildet das Fundament des Online-Museums. Oft kauft Colin ein Exemplar, wertet es mit seinem Fachwissen, Sorgfalt und Originalteilen auf und verkauft es weiter. Das macht sein Angebot manchmal teurer, aber auch verlässlicher – bei ihm weiß man, dass alles stimmt.
Den britischen Markt empfindet er selbst als eher ruhig, doch seine Kundschaft reicht längst weit darüber hinaus. Und nun, da er ein Alter erreicht hat, in dem er seine Arbeit noch mehr genießen möchte, scheint das genau der richtige Weg zu sein.
Sein aktuelles Angebot finden Sie hier.
Text und Fotos von Laurens Klein
The way he is described in the article is correct .
Always nice to meet him at the autojumble in Beaulieu .
And his site the online bicycle museum is a great source to find information about old bicycles .