Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Es ist erfrischend, heute noch einem klassischen Automobil zu begegnen, das tatsächlich als Auto genutzt wird – selbst wenn es sich nur um einen alltäglicheren Klassiker handelt, ganz zu schweigen von einem Bugatti, der nicht auf einem Concours d’Élégance, einer Clubrallye oder in einem Museum zu sehen ist. In Frankreich kommt das glücklicherweise noch vor. Gelegentlich.
Der Besitzer dieses Exemplars schien nur kurz weggegangen zu sein, vermutlich, um noch vor dem Mittag zurückzukehren, und ließ seinen Wagen irgendwo zwischen Boulangerie und Tabac am Straßenrand stehen. Auch die Umgebung wirkt wenig glamourös: Hinter dem Wagen befindet sich die „Maison du Barbier“, die dringend mehr als nur einen neuen Anstrich gebrauchen könnte. Das Auto selbst bildet dazu einen deutlichen Kontrast – es präsentiert sich schlicht makellos. Vermutlich ein Type 44, mit einer Cabriolet-Karosserie von zurückhaltendem Design in ebenso dezenter Farbgebung. Wer wohl der Karosseriebauer gewesen ist?
Besonders ins Auge fallen die Räder. Keine sichtbaren Speichen und auch nicht die bekannten gegossenen Aluminiumräder, wie man sie von den Rennsport-Type-35-Modellen kennt – dieses Fahrzeug trägt geschlossene Aluminium-Radabdeckungen. Sie stehen ihm ausgesprochen gut und verleihen ihm etwas von der aerodynamischen Anmutung eines Rekordwagens. Waren sie damals eine Option? Nun, Bugatti-Besitzer waren noch nie dafür bekannt, vor Experimenten zurückzuschrecken.
Text: Jeroen Booij, Foto: Henk Dijkstra
Are you participating in the Danish International Bugatti Rally in June this year ?
I would love to see the car for real, so I hope...