Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Mechaniker, Techniker, Ingenieure und alle anderen Technikbegeisterten – das ist etwas für euch. Diese Zeichnungen und Fotos, erneut aus den digitalen Archiven der New York Public Library, geben faszinierende Einblicke in die Matheson Motor Car Company (1903–1913). Oder besser gesagt: in ihre Produkte. Stammt das Material aus einem Prospekt? Vielleicht – aber dann sicher nicht aus einem gewöhnlichen Verkaufsprospekt. Diese Abbildungen zeigen Details, die selbst der erfahrenste Automobilist jener Zeit wohl kaum kannte.
Matheson richtete sich eindeutig auf den Luxusmarkt. Die Brüder Charles und Frank Matheson taten sich mit dem Ingenieur Charles G. Greuter von Holyoke Motor Works zusammen, der einen fortschrittlichen Motor mit obenliegenden, offenliegenden Ventilen entwickelt hatte. Ein Rennwagen mit diesem Motor stellte im September 1906 einen Weltrekord auf und legte die Meile in nur 50 Sekunden zurück. Im Jahr 1908 gehörte sogar Louis Chevrolet zum Matheson-Werksteam.
Doch vielleicht verschlang das Rennprogramm einfach zu viel Geld. 1909 war die Fabrik bereits mehrfach umgezogen und hatte nach Greuter noch zwei weitere Chefingenieure erlebt. 1910 geriet Matheson erstmals in die Zwangsverwaltung. Eine Reorganisation folgte, konnte jedoch die rund 400 Mitarbeiter nicht halten. Anfang 1913 wurden die Vermögenswerte schließlich in einer Insolvenzauktion verkauft. Die Matheson-Brüder kehrten später in die Automobilbranche zurück, doch ein Auto mit ihrem eigenen Namen war nun Geschichte.
Beim Betrachten dieser Pläne und Zeichnungen kommt man jedoch nicht umhin, sich zu fragen: hätte alles nicht ganz anders ausgehen können?
Text: Jeroen Booij
Bilder: New York Public Library