Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Ein internationales Publikum, vor Ort im HERO-ERA-Hauptsitz in Bicester Heritage (UK) sowie zahlreich online zugeschaltet, hielt den Atem an, als Tomas de Vargas Machuca (Vorsitzender von HERO-ERA) die bislang längste und abenteuerlichste Ausgabe der Peking to Paris Motor Challenge zum 10-jährigen Jubiläum ankündigte.
Tomas erklärte: „Wenn wir die zehnte Ausgabe der legendären Peking to Paris Motor Challenge feiern – erstmals ausgetragen im Jahr 1907 –, dann ist es nur richtig, dass wir 2028 eine Route gestalten, die in Länge und Anspruch alles bisher Dagewesene übertrifft. Es wird eine echte Prüfung für Mensch und Maschine – ganz im Sinne der ursprünglichen Vision!“
Mit dem neuen Streckenverlauf durch 12 Länder und einer Gesamtdistanz von 17.500 Kilometern über 42 Tage wird die 2028er-Ausgabe ganze 2.500 km länger sein als das Original von 1907. Damals legte Fürst Scipione Borghese die 14.994 km in 61 Tagen mit seinem 7-Liter-Itala zurück. Zum Gedenken an dieses historische Ereignis wird Tomas de Vargas Machuca selbst in einem 1907er Itala – der „Schwester“ des Originals und dem meistgereisten Itala überhaupt – teilnehmen. Ein würdiges Symbol für das bahnbrechende Abenteuer Borgheses, 121 Jahre später.
Unterstützt durch Prewarcar.com wurde eigens dafür eine neue Klasse ins Leben gerufen: die „1907 Tribute“-Kategorie für Marken, die bereits an der ersten P2P teilgenommen haben. Zusätzlich wird der Pioneer Class (Fahrzeuge vor Baujahr 1921) ein garantierter Startplatz eingeräumt.
Großer Jubel folgte der Ankündigung, dass die Route 2028 endlich wieder durch die Mongolei führen wird – erstmals seit 2019. Dieses faszinierende Wüstenland, in dem die Dünen singen und Gastfreundschaft zur Lebensart gehört, steht sinnbildlich für echtes Abenteuer. Dank diplomatischer Bemühungen konnte die Rückkehr ermöglicht werden – trotz jüngster Einreisebeschränkungen des Landes für internationale Expeditionen. Mit voller Unterstützung der mongolischen Behörden wird der gesamte P2P-Tross – Rallye- und Begleitfahrzeuge – in der Gobi-Wüste anhalten, unweit der Route, die 1907 Fürst Borghese nahm, um dort einen Gedenkstein zu enthüllen: Zum 10-jährigen Jubiläum und 121 Jahre nach der ersten Fahrt von Peking nach Paris.
Chris Elkins, Streckenkoordinator und Veteran von fünf P2Ps und zehn Mongolei-Reisen, sagt begeistert:
„Trotz all meiner Erfahrung zieht es mich immer wieder dorthin zurück – es ist ein magischer Ort.
Diese weiten, kargen Landschaften bieten eine Art von Freiheit, wie man sie sonst nirgends auf der Welt findet.
Die Menschen sind unglaublich herzlich. Sie geben dir alles, was sie haben – selbst wenn sie kaum etwas besitzen.
Dort zu zelten fühlt sich an, als wäre man im Einklang mit dem Universum.
Einmal saß ich einen ganzen Tag allein an einem abgelegenen Zeitkontrollpunkt – absolute Stille. Kein Wind, kein Tier, kein Laut – eine andere Welt. Solche Momente machen einem bewusst, wie besonders das alles ist.
Und jedes Mal, wenn wir in Ulaanbaatar ankamen, wurden wir nicht nur herzlich empfangen, sondern auch mit farbenfrohen Festen und tatkräftiger mechanischer Unterstützung versorgt. Wir freuen uns alle riesig auf die Rückkehr!“
Auch die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Tomas de Vargas Machuca kündigte neue, aufregende Fahrzeugklassen für 2028 an – darunter die völlig neue Kategorie „Drei Räder oder weniger“. Diese Einladungsklasse richtet sich an klassische Motorräder (bis Baujahr Dezember 1975) und Dreiräder. Es wird eine Soloklasse geben, sowie fünf Startplätze für klassische 4x4-Fahrzeuge (vor Baujahr 1986), ergänzt durch die 1907 Tribute-Kategorie.
Diese Ankündigung begeisterte auch Dakar-Veteran und Motorradabenteurer Anton Gonnissen – Rekordhalter der P2P 2019 mit einem Dreirad. Als Ehrengast beim Launch sagte er:
„Das ist großartig! Ich hoffe, wir sehen einige originale Dreiräder am Start, die es auf meinen Rekord abgesehen haben.“
Anton vollbrachte 2019 eine bemerkenswerte Leistung: Er beendete die Peking to Paris auf einer überarbeiteten Mototri Contal – demselben Modell, das 1907 als einziges Fahrzeug nicht ins Ziel kam. Er vollendete, was damals nicht gelang – und stellte dabei auch noch einen Guinness-Weltrekord für die längste je gefahrene Strecke auf einem Dreirad auf.
Und er war nicht allein: Der US-Amerikaner Mitch Gross, Besitzer der größten Sammlung dampfbetriebener Fahrzeuge in den USA, fuhr mit Navigator Chris Rolph in einem 109 Jahre alten White MM Pullman – dampfbetrieben – bis ins Ziel. Damit stellten sie gleichzeitig einen Rekord für Dampf-Fahrzeuge auf und beendeten erfolgreich die P2P 2019.
Anton, mit drei Dakar-Starts und zwei P2Ps (auf drei und vier Rädern) im Lebenslauf, brachte es auf den Punkt:
„Für mich ist klar: HERO-ERA schlägt mit der P2P 2028 ein noch anspruchsvolleres Kapitel auf – für das härteste und kreativste Rallye-Abenteuer der Welt.
Die Klasse ‚Drei Räder oder weniger‘ greift den Geist von 1907 auf und richtet sich an die mutigsten unter uns.“