Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Der Name Sir Henry Segrave ist untrennbar mit dem Streben nach Höchstgeschwindigkeiten verbunden – sowohl zu Lande als auch zu Wasser. Kein Wunder: Er war der erste Mensch, der mit einem Auto die 200-Meilen-pro-Stunde-Grenze durchbrach. Später kam er auf tragische Weise ums Leben, als er auf dem Lake Windermere versuchte, Ähnliches auf dem Wasser zu erreichen.
Doch bevor Segrave zur Legende der Geschwindigkeitsrekorde wurde, war Henry O’Neal de Hane Segrave ein leidenschaftlicher Rennfahrer, der sich rasant einen Namen auf Rennstrecken in Großbritannien und Frankreich machte. 1921 gewann er das erste Langstreckenrennen Großbritanniens – 200 Meilen auf dem traditionsreichen Kurs von Brooklands. Im selben Jahr nahm er auch am Grand Prix von Frankreich teil, am Steuer eines Talbot.
Der Legende nach ersetzte Segrave kurz zuvor nicht weniger als vierzehn Motorabdeckungen an seinem Talbot, um den französischen Konstrukteur Louis Coatalen zu beeindrucken – in der Hoffnung, einen Platz im Werksteam zu ergattern. Zu dieser Zeit war Talbot Teil des neuen britisch geführten Sunbeam-Talbot-Darracq-Konzerns geworden.
Offenbar war seine Mühe nicht umsonst. 1922 gehörte Segrave offiziell zum dreiköpfigen Werksteam von Sunbeam mit Sitz in Wolverhampton. Der Grand Prix von Frankreich wurde erneut zur Bühne – und genau dort entstanden die hier gezeigten wunderbaren Aufnahmen. Zwar musste Segrave das Grand Prix de l’ACF 1922 vorzeitig aufgeben, doch er blieb der Marke Sunbeam treu. Und das zahlte sich aus: 1923 kehrte er zurück und gewann das Rennen in einem neu entwickelten Sunbeam. Nach dem Sieg fuhr er den Wagen eigenhändig zurück nach London.
Text: Jeroen Booij
Bilder: Bibliothèque Nationale de France
Richard peskett.