Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Manchmal taucht ein Foto auf, das mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet. Dieses faszinierende Bild wurde von Charles Walmsley aus Buenos Aires in einer argentinischen Zeitschrift von 1913 entdeckt und zeigt einen frühen Rennwagen in einer schlammigen Umgebung.
Auf den ersten Blick scheint es sich um einen typischen Grand-Prix-Wagen aus der Zeit von 1908 bis 1912 zu handeln: eine lange Motorhaube mit Lüftungsschlitzen, große Speichenräder und ein offenes Fahrgestell ohne eigentliche Karosserie. Der Fahrer sitzt weit hinten, was auf einen leistungsstarken Motor vorne hindeutet – charakteristisch für frühe GP-Fahrzeuge.
Der erste Gedanke geht schnell in Richtung eines französischen Herstellers; Charles selbst brachte Cottin & Desgouttes ins Spiel, bekannt unter anderem für die Teilnahme am Grand Prix von 1911. Die Proportionen, die Form des Kühlers und das Gesamtbild scheinen zu passen. Dennoch ist Vorsicht geboten. Viele französische Marken jener Zeit bauten sehr ähnlich aussehende Fahrzeuge. Ohne sichtbares Emblem, Startnummer oder eindeutig unterscheidbares Merkmal bleibt eine eindeutige Identifizierung schwierig.
Auch der Aufnahmeort wirft Fragen auf. Das Foto wurde in Argentinien veröffentlicht, und es ist unklar, ob sich das Fahrzeug tatsächlich dort befand oder lediglich als Illustration diente. Falls der Wagen tatsächlich in Südamerika war, stellt sich die Frage, ob es sich um einen vollständig importierten Rennwagen handelte oder um ein Fahrgestell, das vor Ort modifiziert oder karosseriert wurde.
Kurzum: ein faszinierendes Rätsel. Zumindest für uns – vielleicht können Sie uns sofort sagen, ob es sich tatsächlich um einen Cottin & Desgouttes handelt oder um etwas ganz anderes. Wir sind gespannt auf Ihre Hinweise.
If I’m wrong, I’d be happy to be corrected, but only with convincing evidence.