Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Stark geneigte Windschutzscheiben sind nichts Neues. Der in Belgien gebaute Pipe, der auf dem Pariser Automobilsalon 1910 gezeigt wurde (hier klicken), sorgte bereits damals für hochgezogene Augenbrauen. War es eine Weltpremiere? Und was wurde aus ihm? Das hier gezeigte Automobil entstand viele Jahre später, wirkt jedoch kaum weniger geheimnisvoll. Ebenso wenig scheint es weniger aerodynamisch zu sein. Man geht davon aus, dass es sich um einen Talbot mit Sonderkarosserie handelt, gebaut für Laury und Lucy Schell – das wohlhabende amerikanische Motorsportpaar, hier zu sehen bei der Rallye Monte Carlo 1933.
Die Schells scheuten keine Herausforderung und starteten die Rallye im estnischen Tallinn. Von dort aus kämpften sie sich über 3.780 tückische Kilometer bis nach Monte Carlo – zweifellos unter extrem kalten Bedingungen. Sie erreichten Monaco und belegten einen äußerst respektablen vierten Gesamtrang. Doch um welches Fahrzeug handelte es sich genau? Viel ließ sich nicht herausfinden. Aus verschiedenen Quellen stammen lediglich die Angaben ‚14CV‘, ‚2.505 ccm‘ und ‚Typ M75‘. Wie verlässlich diese sind, bleibt unklar. Auch das Kennzeichen 5191-RG1 gibt keine weiteren Hinweise preis.
Und die Karosserie? Ganz offensichtlich unter dem Leitsatz ‘form follows function’ entworfen? Denn trotz der Stromlinienform wirkt sie alles andere als elegant. Wir können sie nicht zuordnen. Und da diese ungewöhnliche Karosserie vermutlich im Auftrag der Schells entstand, könnte sie im Grunde von überall stammen. Ideen?
Text: Jeroen Booij, Bild: La Revue du Touring-Club de France