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Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen kehren nach Oulton Park zurück

Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen – kaum etwas verspricht mehr Spektakel. Zum Glück halten Veranstaltungen wie Goodwood, der Monaco Historique und die Treffen des VSCC dieses außergewöhnliche Erbe lebendig. Dennoch haben wir den Eindruck, dass solche Starterfelder immer seltener werden. Und das ist schade, denn kaum etwas ist so beeindruckend wie ein volles Feld von Grand-Prix-Rennwagen aus der Vorkriegszeit: brüllende Motoren, vibrierende Fahrwerke und Maschinen, die bereitstehen, genau das zu tun, wofür sie einst gebaut wurden – Rennen zu fahren.

Umso erfreulicher war der Anruf, den wir von Oldtimerhändler und Rennfahrer Tom Hardman erhielten. Er berichtete uns von der Rückkehr der Seaman Trophy beim Oulton Park Gold Cup 2026. Auf der traditionsreichen Rennstrecke in Cheshire wird es erneut ein eigenes Starterfeld für Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen geben, organisiert von Tom in Zusammenarbeit mit dem VSCC.

 

Die Nennungen kommen inzwischen aus ganz Großbritannien und vom europäischen Festland. Erwartet werden unter anderem Alfa Romeo, Bugatti, ERA, Frazer Nash und Maserati. Wenn die Planungen aufgehen, könnte hier eines der eindrucksvollsten Starterfelder für Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen der vergangenen Jahre entstehen. (Übrigens sind Nennungen weiterhin möglich – sofern Sie Eigentümer eines solchen Fahrzeugs sind.)

Vor allem für ERA-Enthusiasten gibt es einige ganz besondere Aussichten. So sollen GP1 und der kürzlich restaurierte GP2 erstmals seit Jahrzehnten wieder gemeinsam öffentlich zu sehen sein. Darüber hinaus besteht die Hoffnung, dass der frisch restaurierte R14B sein Debüt gibt, während Dick Seamans eigener ERA R1B möglicherweise beim Rennen an den Start geht, das seinen Namen trägt. Allein diese Aussicht macht die Reise nach Oulton Park lohnenswert.

Vielleicht ist aber gar nicht entscheidend, welche Fahrzeuge letztlich am Start stehen. Die eigentliche Bedeutung solcher Veranstaltungen liegt darin, zu zeigen, dass der Vorkriegs-Rennsport noch immer lebt. Historische Rennwagen bleiben nur dann relevant, wenn sie für das genutzt werden, wofür sie gebaut wurden: zum Fahren – und zum Rennen. Dafür braucht es engagierte Veranstalter, begeisterte Besitzer und ein Publikum, das den Weg an die Rennstrecke findet.

 

Denn je mehr ernsthafte Rennveranstaltungen für Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen organisiert werden, desto größer ist die Chance, dass auch kommende Generationen diese außergewöhnlichen Maschinen nicht nur in Museen oder auf Anhängern erleben, sondern mit voller Geschwindigkeit auf der Rennstrecke.

 

Text: Laurens Klein, Fotos: Pete Taylor

 

Details:

  • Veranstaltung: Seaman Trophy
  • Datum: 29.–31. August 2026
  • Ort: Oulton Park, Tarporley CW6 9BW, Vereinigtes Königreich
  • Weitere Informationen >>

 

Publiziert:
Montag Juli 13th, 2026

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