Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Philadelphia liegt Hunderte von Meilen entfernt von der „Motor City“ Detroit, doch diese großartige Winterlandschaft hat uns gezeigt, dass auch die Stadt in Pennsylvania ihren eigenen, beachtlichen Anteil am Automobilerbe zu bieten hat.
Das Bild zeigt die Ecke der 13th Street und der Market Street im Herzen von „Philly“ und wurde nach einem Schneesturm in den 1930er Jahren aufgenommen. Das ist alles, was wir über das Foto wissen, doch bei der Suche nach weiteren Informationen zu den abgebildeten Autos stellten wir fest, dass Ford am Stadtrand in Chester eine Fabrik besaß.
Ursprünglich begann das Gebäude 1906 als Büro, wurde jedoch 1925 zu einer Ford-Fabrik umgewandelt, in der täglich 150 Model T produziert wurden. Die Produktion lief bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, als die Fabrik zur Herstellung von Helmen, Schutzwesten, Maschinengewehr-Lkw sowie zur Vorbereitung von Panzern genutzt wurde.
In Philadelphia selbst befand sich auch Philco, das 1926 zum weltweit größten Hersteller von Autoradios geworden war. Kurz darauf schloss man einen Exklusivvertrag mit Ford, um die Radios für deren Fahrzeuge zu fertigen. Nachdem Philco 1960 Insolvenz anmeldete, erwarb Ford die Überreste des Unternehmens und setzte die Produktion fort. Nicht zuletzt war da noch Budd, der Karosseriebauer aus Philadelphia, der 1916 einen Auftrag von Dodge erhielt und allein in diesem Jahr nicht weniger als 70.000 komplett aus Stahl gefertigte Tourer-Karosserien produzierte. John und Horace Budd wurden berühmt für ihre stählernen Karosserien, die in so exklusiven Fahrzeugen wie Ruxtons, Cords und sogar in vereinzelten Modellen von Peerless, Isotta-Fraschini und Mercedes-Benz verbaut wurden.
Worte: Jeroen Booij
Bild: Quelle unbekannt