Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Die Ernie Warren Collection, die am 13. dieses Monats vom Auktionshaus Lacy Scott & Knight versteigert wird, kann es in Umfang und Vielfalt beinahe mit der legendären Beaulieu Autojumble aufnehmen. Mein lieber Schwan, verstand es Herr Warren, faszinierende Dinge zusammenzutragen! Neben den erwarteten Zapfsäulen und historischen Emailschildern finden sich Rasenmäher, jahrhundertealte Eichenbalken, gusseiserne Wringmaschinen, Standmotoren, Holzbestände – kurz gesagt: Was fehlt hier eigentlich, das einen Vorkriegs-Enthusiasten interessieren könnte? Wie der Auktionator treffend formuliert: „Als langjähriger Freund und Kunde von Lacy Scott & Knight trug Ernie im Laufe seines Lebens eine außergewöhnliche Sammlung von Vorkriegsautomobilen, Automobilia, Dampfmaschinen und stationären Motoren zusammen.“
Konzentrieren wir uns auf die Automobile. Nicht weniger als 38 Vorkriegsfahrzeuge kommen unter den Hammer. Das älteste ist ein Darracq von 1905, während ein MG VA von 1938 den jüngsten Jahrgang repräsentiert. Dazwischen findet sich eine hervorragende Auswahl an zwei- und viersitzigen Tourern, Torpedos und Limousinen. Werfen wir einen genaueren Blick auf einige Exemplare, ohne uns ausschließlich auf die teuersten Lose zu konzentrieren.
Besonders reizvoll ist ein Swift Cyclecar von 1914 mit 972-cm³-Zweizylindermotor und Leder-Metall-Kupplung. Lackiert ist er in einem attraktiven Blaugrau mit roten Rädern. Der einzige Wermutstropfen scheint zu sein, dass die britische Zulassung das Erstzulassungsjahr fälschlicherweise mit 1921 angibt. Ebenso charmant und sofort einsatzbereit präsentiert sich der Darracq 16 HP Torpedo Tourer, der mit einem umfangreichen Ersatzteilpaket angeboten wird. Auch hier findet sich ein bürokratischer Fehler: Das Fahrzeug ist als Baujahr 1914 registriert, tatsächlich stammt es jedoch aus dem Jahr 1913. Kaum etwas, das seine Attraktivität schmälert. Ein weiterer Darracq, ein Talbot-Darracq von 1921, wurde zuletzt 1982 einer Hauptuntersuchung unterzogen und befindet sich bis heute in herrlich authentischem „Oily-Rag“-Zustand.
Zu den weiteren Highlights zählt ein attraktives Rover 16/50 Coupé von 1927 in Braun und Schwarz mit einem 2,4-Liter-OHC-Motor. Das Fahrzeug wurde 1972 von Rover zurückgekauft und in das Werksmuseum aufgenommen, bevor es 2006 erneut verkauft wurde. Ebenfalls entzückend ist das Rover 10/25 Sportsman Coupé von 1929, mit seiner schwarzen Weymann-Karosserie, der überwiegend stoffbespannten Konstruktion sowie den kontrastierenden roten Rädern und dem roten Interieur.
Einige Fahrzeuge werden eine gewisse Wiederinbetriebnahme erfordern, insgesamt scheint jedoch nur wenig größere Arbeit notwendig zu sein, bevor sie wieder auf die Straße können. Die einzige mögliche Ausnahme bildet ein französischer Donnet C17G von etwa 1932, der wirkt, als sei er direkt aus einer französischen Scheune geborgen worden. Mit einer Schätzung von lediglich 500 bis 800 Pfund dürfte er ein hervorragender Einstieg in die Welt des Vorkriegsautomobils sein – insbesondere angesichts seiner Seltenheit. Überhaupt erscheinen die Schätzpreise der gesamten Auktion bemerkenswert moderat. Und wenn wir das unter uns behalten: Diese Auktion könnte durchaus die Entdeckung des Jahres bereithalten.
Text: Jeroen Booij
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Lacy Scott & Knight Auctioneers
then should be from about 1924 or a G2 model with four wheel breaks of about 1924 to 1926.