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Magnetische Anziehungskraft: Pass & Joyces elegante Austin

Viele bezeichnen die 1930er-Jahre als das goldene Zeitalter des Karosseriebaus – teils, weil manche Fahrgestelle mit Karosserien versehen wurden, die an Extravaganz nie wieder erreicht wurden, teils, weil es selten so einfach war, ein schlichtes Chassis zu kaufen und es in maßgeschneiderter Eleganz einkleiden zu lassen. Ein schönes Beispiel dafür ist der Austin 16/6 Magnet Coupé von 1930, karossiert von Weymann im Auftrag des Londoner Autohauses Pass & Joyce.

 

Zweifellos zog das Modell Schaulustige in die Schauräume, doch es gibt keine Hinweise darauf, dass mehr als zwei oder drei Magnet Coupés gebaut wurden. Nur ein einziges Exemplar hat überlebt – und das musste aus einem bedauernswerten Zustand gerettet werden. Ein leidenschaftlicher Restaurator hat sich jedoch der Sache angenommen und die gesamte Geschichte des Wagens von Anfang an rekonstruiert.

 

Die erste Besitzerin war über dreißig Jahre lang eine alleinstehende Dame, die sich zweifellos gut um das Auto kümmerte. Die 1960er-Jahre waren weniger gnädig – der Wagen gehörte nun hauptsächlich jungen Enthusiasten mit begrenzten Mitteln. Von einem Jazzliebhaber gelangte er zu einem späteren Denkmalschutz-Architekten und schließlich zum Sohn eines Pfarrers, der damit bis nach Lloret de Mar fuhr. Danach hatte er eine kurze Begegnung mit einem bekannten Popsongwriter, bevor ein harter Winter dem Motor den Garaus machte. Ab da ging es weiter bergab – verwahrlost und Wind und Wetter auf einem Bauernhof ausgesetzt. 1975 begann ein Liebhaber mit der Restaurierung, 1979 übernahm ein anderer – und erst 24 Jahre später war sie vollendet. Die heute makellos ausgeführte Restauration wird nun von einem neuen Besitzer mit großer Freude genutzt.

Zack Stiling wirft einen genaueren Blick auf diese besondere Geschichte in der April-Ausgabe von The Automobile, jetzt im Handel.

 

Text: Zack Stiling
Fotos: Nick Clements

 

Publiziert:
Freitag April 25th, 2025
Gareth
01 Mai 2025, 09:55
The coachwork was designed by Harry Pass, who had served his time in the coachbuilding trade, before setting up Pass and Joyce Ltd. with Charlie Joyce. C. T. Weymann was then commissioned to construct to Pass’s design. The car was renovated from a state of semi- dereliction with self-taught skills, in a domestic garage. Perhaps an inspiration for others not to give up.
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