Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Wer glaubt, dass es bei jedem Rennen nur darum geht, möglichst schnell die Ziellinie zu überqueren, kennt das Long Car Race des VSCC noch nicht. Am 15. August kehrt diese inzwischen legendäre Veranstaltung nach Mallory Park zurück – erneut mit Unterstützung von Longstone Tyres – und das Reglement ist, gelinde gesagt, alles andere als gewöhnlich.
Genauer gesagt: Die ersten drei Fahrzeuge im Ziel werden sofort disqualifiziert.
Die eigentlichen Sieger? Die Teilnehmer auf den Plätzen vier, fünf und sechs. Als Preis winkt kein glänzender Pokal, sondern eine bereits geöffnete Magnumflasche Champagner – deren andere Hälfte während des traditionellen Beisammenseins in der Boxengasse bereits von Mitfahrern, Streckenposten und zufällig anwesenden Journalisten geleert wurde. Britischer Humor mit einer ordentlichen Portion Selbstironie in Reinform.
Als wäre das noch nicht kurios genug, werden außerdem zwei Concours-Preise vergeben: einer für das längste und einer für das höchste Fahrzeug. Auch hier besteht der Preis aus einer halbleeren Magnumflasche Champagner.
Das Starterfeld ist mindestens ebenso unterhaltsam wie das Reglement. Zugelassen ist nahezu alles, was groß, klassisch und für komfortables Reisen gebaut wurde. Veteranen-, Edwardian- und Vintage-Tourenwagen sind ebenso willkommen wie gemütlichere Automobile der 1930er-Jahre. Ein Zweisitzer mit Dicky Seat? Selbstverständlich.
Schon die vorläufige Starterliste macht neugierig. Wo sonst sieht man heute noch einen Rolls-Royce Silver Ghost über eine Rennstrecke fahren? Und noch besser: Wo tritt er gegen einen Rolls-Royce Twenty an? Ebenfalls am Start stehen unter anderem ein Chrysler 77 Roadster, Delage DIS, Vauxhall 23-60, Ballot 2 Litres, Lea-Francis Cross & Ellis, Vauxhall E Type, Alvis 12/50 und ein Lagonda 2 Litre L/C Tourer.
Die aktuelle Teilnehmerliste ist zudem noch nicht vollständig. Besitzen Sie also ein Auto, das eigentlich völlig ungeeignet für eine Rennstrecke erscheint? Melden Sie sich an. Und wenn nicht – kommen Sie einfach als Zuschauer. Wir wetten, dass Sie am Ende heimlich wünschen werden, selbst mitgefahren zu sein.