Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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In den 1930er-Jahren gelangte ein stetiger Strom von Packards nach England. Sie sprachen all jene an, die hohe Leistung und ein Rolls-Royce-Niveau an Luxus suchten, ohne sich unbedingt um die Kosten maßgefertigter Karosserien zu scheren. In den 1960er-Jahren begannen sie eine enthusiastische Anhängerschaft zu gewinnen, doch über Jahrzehnte hinweg gingen viele auf den Banger-Rennbahnen verloren. Andere, wie dieser Super Eight Touring Sedan von 1938, schienen in den Händen von Hochzeitsflotten gut gepflegt zu sein. Die Realität jedoch war nicht immer ganz so, wie sie schien…
Abgesehen vom grellen Hochzeitslack sah HPB 117 tadellos aus, als sein Restaurator ihn 2015 in einem Auktionskatalog entdeckte. Was das Foto nicht zeigte, waren die Schichten Spachtelmasse, die Löcher im Blech verdeckten, oder das Ausmaß, in dem Fäulnis und Holzwurm den Rahmen angegriffen hatten. Der Katalog versicherte den Bietern, der Packard sei „fachgerecht von einem hauseigenen Mechaniker gewartet“ worden, doch die meisten würden unter „fachgerecht gewartet“ kaum ein Auto mit ausgeschlagenem Pleuellager, unpassenden Kolbenringen und einem falschen Kühlerkern mit Hang zum Überkochen verstehen.
Der kranke Packard stand bis 2020 ungenutzt herum, als der Besitzer entschied, dass es Zeit war, sich seiner anzunehmen. Nachdem er eigenhändig den Rahmen und die Bleche repariert, die nötigen mechanischen Überholungen durchgeführt, ihn neu lackiert und neu gepolstert hatte – eine dreijährige Liebesmühe – würde man niemals vermuten, dass der Super Eight so viel durchgemacht hatte. Zack Stiling berichtet darüber im Dezemberheft von The Automobile, das jetzt erhältlich ist.
Text und Fotos von Zack Stiling