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Der Delage D8SS von 1933: Geboren für das Concours, gebaut zum Fahren

Showcars nehmen eine ganz eigene Stellung in der Autowelt ein. Wir alle kennen die Geschichten: glänzende Maschinen, die auf das Concours-Rasen geschoben werden, nur damit vor Ort die Räder gewechselt werden – damit kein einziger Grashalm das Profil berührt. Beeindruckend, zweifellos. Doch es sind die Autos, die wirklich gefahren werden – so wie es ursprünglich gedacht war –, die unsere Fantasie wirklich beflügeln. Besonders dann, wenn sie sich auf der Straße genauso zuhause fühlen wie auf dem Ausstellungsgelände.

 

Bei einem kürzlichen Besuch in der Gubsø Garage in Dänemark stießen wir auf eine solche Rarität: einen Delage D8SS von 1933 mit einer Sedanca-Coupé-Karosserie, gefertigt von dem berühmten britischen Karosseriebauer Gurney Nutting. Vollständig restauriert, technisch überholt und fast bereit für die Straße. Und genau dorthin wird er auch zurückkehren – Besitzer Mark Vogel plant, den Wagen nächsten Monat selbst zum prestigeträchtigen Concours im Blenheim Palace zu fahren. Dort wird er nicht nur auf dem Rasen glänzen, sondern auch auf dem Weg dorthin. So, wie es sein soll.

Bei unserem Besuch sind die Arbeiten am Fahrzeug noch im Gange. „Ein paar Kleinigkeiten wollen wir noch perfektionieren“, sagt Mark, während er und sein Team letzte Hand anlegen. „Zum Glück können wir das alles bei uns im Haus erledigen.“

Der Wagen wurde in Frankreich in teilrestauriertem Zustand erworben, wo er erst seit den 1990er-Jahren stand. Zuvor hatte er sein ganzes Leben im Vereinigten Königreich verbracht – ein Umstand, der sich nicht nur in der Historie, sondern auch im Design widerspiegelt. Fahrgestellnummer 37794 wurde 1933 neu nach England geliefert. Gurney Nutting stattete ihn mit einer eleganten Sedanca-Karosserie aus Aluminium aus. Der Motor wurde damals mit vier SU-Vergasern aufgerüstet, wodurch er zur vollwertigen D8SS-Version wurde – der Super-Sport-Ausführung mit kurzem Radstand und rund 145 PS.

 

Dies war kein gewöhnliches Automobil. Im Oktober 1933 wurde es auf der Olympia Motor Show in London ausgestellt und in zahlreichen Publikationen vorgestellt – darunter ein begeisterter Artikel im Country Life, der nicht nur das Design beschrieb, sondern auch einen vollständigen Fahrbericht enthielt. Im April 1934 wurde das Auto offiziell zugelassen und wechselte in den folgenden Jahrzehnten mehrfach den Besitzer. In den 1960er-Jahren gelangte es in den Besitz des britischen Automobilhistorikers J.R. Buckley, der den Wagen in seinen Arbeiten über Delage ausführlich dokumentierte.

Diese britischen Wurzeln sind bis heute spürbar. Neben dem Wagen stehend, ist die typisch englische Silhouette unverkennbar – die aufrechte Windschutzscheibe, die fein gearbeitete Dachlinie, die ausgewogenen Proportionen. Wir bitten einen Mechaniker, das Dach zu öffnen, und mit sichtlicher Begeisterung beginnt er das kunstvolle Prozedere: Schrauben werden gelöst, Paneele zurückgeschoben, die Seitenteile klappen mit mechanischer Eleganz ein – Kunst oder Ingenieurskunst? Vielleicht beides.

Der Wagen wurde technisch auf höchstem Niveau restauriert – und das merkt man. Trotz der großen Türen schließen sie mit einem zufriedenstellenden Klacken. Innen präsentiert sich das Cockpit luxuriös, aber zurückhaltend – edel statt protzig. Je länger man das Auto betrachtet, desto mehr Vertrauen gewinnt es. Es wird von Minute zu Minute schöner.

 

Alte Fotos zeigen, dass der Wagen im Laufe der Jahre verschiedene Lackierungen trug. Die aktuelle Kombination – Elfenbein mit karmesinrotem Dach – ist vielleicht nicht jedermanns erste Wahl, aber sie ist völlig original. Mark zeigt uns einen Artikel aus dem Dezember 1933, in dem die Farbgebung ausdrücklich als „ivory with crimson head“ beschrieben wird.

„Als wir ihn kauften, war er wirklich ein Projekt aus Teilen und Kisten“, erklärt Mark. „Der Vorbesitzer hatte mit der Restauration begonnen, sie aber nie vollendet. Ich dachte, das wäre ein gutes Projekt für unser Team – etwas, das wir am Ende verkaufen könnten. Aber es wurde ein viel größeres Unterfangen als gedacht, weil wir ihn genau so wiederherstellen wollten, wie er 1933 auf dem Olympia-Stand zu sehen war.“

 

Und jetzt, über 90 Jahre später, ist dieser Moment gekommen. Der Wagen ist wieder in Bestform – und bereit, sich erneut einem Londoner Publikum zu präsentieren. Nicht auf einem Anhänger, sondern aus eigener Kraft. So, wie es immer gedacht war.

 

Publiziert:
Mittwoch August 20th, 2025
Kim Polte
26 August 2025, 06:27
Fantastic work and results that Gubsø conjures up in their amazing workshop and event venue!
It's always worth a visit.
_______________

Fantastisk flot arbejde og resultater de Gubsøflok får tryllet frem i deres fantastiske workshop og eventsted !
Det er altid et sted som er et besøg værd
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Steve Diggins
24 August 2025, 20:54
I should have added, 'Otherwise, a magnificent car.'
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Steve Diggins
24 August 2025, 17:50
I think this car would look much better as an airline coupe. The bump on the back half of the roof should not be there. I am not too sure about the bottom of the fenders either.
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