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Die Evolution der Stella Bianca, von Dougal Cawley

Im Jahr 1927 brachte Pirelli die Stella Bianca auf den Markt – einen Reifen, der die Fahrzeugleistung revolutionierte. Dank seiner fortschrittlichen Konstruktion konnte der Reifendruck gesenkt werden, was für mehr Fahrkomfort sorgte, Straßenstöße besser absorbierte und Vibrationen reduzierte – zum Schutz von Fahrzeug und Insassen. Die Einführung der Karkasse mit Cordstruktur sowie moderner Wulstprofile stellte einen bedeutenden technologischen Fortschritt in der Reifentechnologie dar.

Die frühen Profilmuster der Stella Bianca erlangten schnell Bekanntheit durch die enge Zusammenarbeit mit Alfa Romeo, einem Hersteller, der gemeinsam mit Pirelli an der Weiterentwicklung diagonaler Reifenprofile arbeitete. Auch mit fortschreitender Reifentechnologie blieb Alfa Romeo ein wichtiger Partner in der Entwicklung dieser Profile.

Die heutige Neuauflage der Stella Bianca weist trapezförmige Profilblöcke auf, die für eine effektive Wasserverdrängung ausgelegt sind. Diese Blöcke sind miteinander verbunden, um Bewegungen zu minimieren und dadurch Energieverlust sowie Verschleiß bei hohen Geschwindigkeiten zu reduzieren. Zudem besitzt das Reifenprofil zwei umlaufende Längsrippen – eine zentrale Innovation aus der Mitte der 1930er-Jahre. Diese Rippen verbesserten die Leistung auf Asphalt erheblich, indem sie Resonanzen und Vibrationen verringerten. Dadurch war der Reifen deutlich besser für glatte Straßen geeignet als die groberen Profile der 1920er-Jahre. Dennoch blieb das klassische "Pie-Crust"-Profil, das sich teilweise über die Seitenwand erstreckt, erhalten, um auf losem Untergrund weiterhin etwas Traktion zu bieten. Dieses markante Muster blieb bis in die 1950er-Jahre im Einsatz und war selbst auf Grand-Prix-Fahrzeugen wie Alfa Romeo, Ferrari und Maserati zu sehen. Historische Aufnahmen zeigen dieses Profil auch an Nachkriegsmodellen wie dem Frazer Nash, Jaguar XK und weiteren sportlichen Fahrzeugen.

 

Erweiterung der Stella-Bianca-Produktlinie

Aufgrund ihrer historischen Bedeutung hat Pirelli den 6.00V16 Stella Bianca wieder aufgelegt – einen V-zertifizierten Reifen, der ursprünglich auf Fahrzeugen wie dem frühen Aston Martin DB4, Ferrari 250 Europa sowie dem Maserati A6G/54, 300S und 250F montiert war.

Noch bedeutsamer für Liebhaber von Vorkriegsfahrzeugen war der Übergang zu 16-Zoll-Reifen in den späten 1930er-Jahren. Führende amerikanische Hersteller wie Ford, Cadillac, Auburn, Hupmobile, Chevrolet, Chrysler, Packard, Hudson, Buick und Cord stellten auf 16-Zoll-Räder mit höheren Seitenwänden um, um den Fahrkomfort zu verbessern. Auch viele europäische Marken – darunter Adler, Armstrong Siddeley, Austin, BMW, Bianchi, British Salmson, Brough Superior, Crossley, Frazer Nash, Hillman, Humber, Mercedes-Benz, Railton, Morris, Sunbeam, Vauxhall und Wolseley – übernahmen 400-mm- bzw. 16-Zoll-Räder, um den Schwerpunkt zu senken und den Komfort zu erhöhen.

Pirelli hat das 16-Zoll-Sortiment nun um den 5.50V16 Stella Bianca erweitert – eine essenzielle Größe für Fahrzeuge wie den BMW 328. Bislang mussten Liebhaber auf den 5.50HR16 Michelin X Radial oder den 5.50-16 Dunlop Racing R5 zurückgreifen – beides hochwertige Reifen, jedoch nicht ideal für sportliche Fahrzeuge aus den späten 1930er-Jahren. Zusätzlich brachte Pirelli den 5.00/5.25-16 Stella Bianca auf den Markt, ideal für Fahrzeuge wie den BMW 319 oder den Morgan 4/4.

 

Die Bedeutung des 5.50-18 Reifens

In den frühen 1930er-Jahren war der 5.50-18 eine der wichtigsten Reifengrößen – und Pirelli hat diese nun ebenfalls in die Stella-Bianca-Reihe aufgenommen. Besonders für Modelle wie Maserati und Alfa Romeo 6C ist diese Größe von großer Relevanz. Doch auch andere ikonische Fahrzeuge wie der Bugatti Type 57, Jaguar SS100, Aston Martin Ulster oder der Derby Bentley profitieren nun von einem qualitativ hochwertigen, zeitgenössisch korrekten Reifen. Die neue Karkasskonstruktion verbessert nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Hochgeschwindigkeitsstabilität – und macht das Fahrerlebnis dieser Klassiker noch genussvoller.

Mit der Wiederauflage der Stella Bianca bietet Pirelli Oldtimer-Enthusiasten eine authentische und leistungsstarke Lösung. Dank historisch getreuer Profile und moderner Karkassentechnologie bleibt das Erbe klassischer Automobile bewahrt, ohne auf Fahrverhalten und Sicherheit verzichten zu müssen. Ob für sportliche Vorkriegsfahrzeuge oder Grand-Prix-Ikonen der Nachkriegszeit – die Stella Bianca steht als Symbol für Pirellis Engagement für Tradition und technische Innovation.

 

Verfasst von Dougal Cawley, Eigentümer und Geschäftsführer von Longstone Tyres – stolzer Anbieter der Stella Bianca und vieler weiterer historischer Reifentypen mit weltweitem Versand. Weitere Informationen oder Bestellungen unter Longstone.com.

 

Publiziert:
Montag April 28th, 2025
Dougal Cawley
29 April 2025, 11:15
Hi

People are loving these Stella Bianca tyres. We fitted some of the 500/525-16 Stella Bianca to a flat-radiator Morgan only yesterday. It is great to have a high-quality performance crossply tyre for sports cars. Cars like pre-war BMWs now have an exceptional 16" crossply tyre that is perfectly suited to 1930s sports cars.

The popular tyre size for bigger cars of the 1930s is 550-18. The Michelin is a fabulous tyre for comfort and grip. Now we have a more sporting option as well which is great. More carcass structure is great for cars like the Type 57 Bugatti and Derby Bentley, and of course 1930s Alfa Romeos in the hands of a more sporting driver. They're both great tyres for different drivers.
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