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Das gescheiterte Attentat auf Lord French

Der 19. Dezember 1919 begann wie viele andere Tage, doch in einem Pub in Ashtown, Irland, herrschte große Aufregung. Die streng vertrauliche Nachricht, dass John Denton Pinkstone French später an diesem Tag auf dem Weg nach Dublin an dem Gasthaus vorbeikommen würde, erreichte eine Gruppe von IRA-Männern. French, besser bekannt als Lord French, war bereits über ein Jahr zuvor zum Leiter der britischen Regierung in Irland ernannt worden.

Doch mehr noch: Bis Dezember 1919 war French vermutlich zum meistgehassten Mann im republikanischen Irland geworden. Seit Anfang des Jahres erhielt er Morddrohungen, „die er als Zeichen dafür deutete, dass die Regierungsmaßnahmen Wirkung zeigten“. Das taten sie auch – allerdings auf gefährliche Weise. Eine Gruppe von elf IRA-Mitgliedern plante, French an diesem Tag bei seiner Rückkehr vom Bahnhof Ashtown im Phoenix Park in Dublin in einen Hinterhalt zu locken und zu töten. Drei von ihnen begannen damit, einen Heuwagen halb über die Straße zu schieben und so den Weg von French und seinem Gefolge zu blockieren. Als der Konvoi Minuten später erschien, konzentrierte sich die IRA-Einheit auf das zweite Fahrzeug, in dem sie ihn vermuteten – wie gewöhnlich.

 

Doch French, ein Veteran zahlreicher kolonialer Feldzüge und Einsätze während des Ersten Weltkriegs, war dafür bekannt, seine Pläne oft im letzten Moment zu ändern. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb er sich diesmal im ersten Wagen befand. Es kam zu einem Kreuzfeuer; einer der elf IRA-Männer wurde am Bein getroffen, ein anderer getötet. Auch Frenchs Leibwächter wurde verwundet und nur durch das schnelle Handeln seines Fahrers gerettet. Eine Granate, die ihn mit großer Wahrscheinlichkeit getötet hätte, explodierte in unmittelbarer Nähe. So scheiterte das Attentat, nachdem der erste Wagen schnell vom Ort des Geschehens davonfuhr – mit nur wenigen Einschusslöchern in der Karosserie.

Am nächsten Tag wandte sich die Presse gegen die Angreifer. „Die irische Öffentlichkeit wird dem Lord Lieutenant zu seiner Rettung gratulieren, und das Land wird sich selbst beglückwünschen, dass auch ihm ein unabwendbares Unglück erspart geblieben ist“, schrieb der Freeman’s Journal. Die Spannungen ließ das jedoch nicht abklingen.

 

Wir fragen uns vor allem, welches Fahrzeug auf diesem berühmten Foto zu sehen ist, auf dem ein Dubliner Polizeibeamter die Einschusslöcher im Heck von Lord Frenchs Wagen zeigt. Weiß es jemand?

 

Text: Jeroen Booij; Bild: Wikipedia

 

Publiziert:
Mittwoch April 15th, 2026
Ariejan Bos
15 April, 21:36
This car is an older Packard of circa 1911. It can be identified by the characteristic hub caps, the rear dumb-irons and spring system, and the sharp bonnet shoulder. Also recognizable is the 1910/1911 type Solar lamp, used by Packard during these years. The body however is a typical British body with mudguards unlike the American type. Probably the car was bodied by an English coachbuilder just before or in the war.
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john844
15 April, 18:26
Dont know what the car is, just know its a pity that it wasnt an open tourer with thinner bodywork.
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