Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Alte Familienalben haben die bemerkenswerte Eigenschaft, unerwartete Geschichten ans Licht zu bringen. Für den 23-jährigen Automobilenthusiasten Marius Dürkes aus Deutschland offenbarten einige kürzlich entdeckte Fotografien ein besonders faszinierendes Kapitel seiner Familiengeschichte: Sein Urgroßvater besaß einst einen imposanten Minerva.
Marius begeistert sich seit seiner Kindheit für klassische Automobile, eine Leidenschaft, die ihm sein Vater mitgegeben hat. Derzeit restauriert er einen Alfa Romeo Giulia Sprint GT ‘Scalino’, doch in den vergangenen Jahren hat sich sein Interesse zunehmend den Vorkriegsautomobilen zugewandt.
Dieses Interesse erhielt eine sehr persönliche Bedeutung, als er mehrere Fotografien entdeckte, auf denen sein Urgroßvater stolz neben diesem prachtvollen Minerva zu sehen ist. Bis dahin hatte Marius nicht gewusst, dass ein derart bemerkenswertes Automobil einst seiner Familie gehört hatte.
Aufgrund seiner eigenen Nachforschungen vermutet er, dass es sich um einen Minerva AK 32 handeln könnte, wenngleich diese Identifizierung noch bestätigt werden muss. Die stattlichen Proportionen, die lange Motorhaube und der repräsentative geschlossene Chauffeuraufbau deuten jedenfalls auf eines der prestigeträchtigen größeren Minerva-Modelle jener Zeit hin. Auf der Fotografie ist zudem deutlich das Kennzeichen IM-3519 zu erkennen, das einen wichtigen Anhaltspunkt liefern könnte.
Der Minerva AK zählte seinerzeit zu den besten europäischen Luxusautomobilen und wurde von einem außergewöhnlich leisen Sechszylinder-Schiebermotor mit fast sechs Litern Hubraum angetrieben. Wie viele Automobile dieses Kalibers konnte er mit einer individuell in Auftrag gegebenen Karosserie ausgestattet werden, was die Identifizierung erhaltener Exemplare besonders schwierig macht.
Marius möchte nun gerne mehr über das Automobil seines Urgroßvaters erfahren — und nach Möglichkeit herausfinden, was letztlich daraus geworden ist. “Mir ist bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Fahrzeug heute noch existiert, vermutlich sehr gering ist,” sagt er. “Doch selbst der kleinste Hinweis oder Vorschlag würde mir sehr viel bedeuten. Herauszufinden, was aus dem Minerva meines Urgroßvaters geworden ist, wäre für meine Familie eine außergewöhnliche Entdeckung.”
Kann einer unserer Leser das genaue Minerva-Modell, den Karosseriebauer oder den Aufnahmeort der Fotografie identifizieren? Vielleicht erkennt jemand das Kennzeichen, die Karosserie oder sogar das Fahrzeug selbst aus einem Archiv, einer Sammlung oder einer früheren Veröffentlichung.
Fotografie mit freundlicher Genehmigung der Familie Dürkes.