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Going Loco auf der offenen Straße

Oh, Ihnen ist der Name Locomobile sicher schon einmal begegnet – der Name selbst ist eine Mischung aus Locomotive und Automobile. Vielleicht haben Sie sogar einen gesehen, denn diese Giganten nach 1904 (davor baute man bescheidenere Dampfautos) tauchen hin und wieder bei prestigeträchtigen Veranstaltungen und Auktionen auf. Beim Pebble Beach Concours 2023 zum Beispiel war der unrestaurierte “Old Number 16” — der 90-PS-Werkswagen, der 1908 berühmt den Vanderbilt Cup gewann — ein wahrer Star der Show.

 

Aber 28 davon auf einem Bild? Dafür musste man schon in der Fabrik sein, an dem Tag, als diese großartigen Wagen hergestellt wurden. Genau dort entstand diese faszinierende Aufnahme: ‘The Locomobile testing crew ready for the road’, wie es die originale Bildunterschrift verrät. Sie stammt aus einem Buch von 1912 über die amerikanische Marke und wurde wahrscheinlich im selben Jahr im Werk in Bridgeport, Connecticut, aufgenommen.

Interessanterweise tragen alle Autos ein ähnliches Nummernschild, ‘C 3 M’, was wohl jedem Einwohner von Bridgeport sofort klargemacht haben muss, dass hier erneut ein Produkt der Locomobile Company of America vorbeifuhr. Connecticut soll 1901 der erste US-Bundesstaat gewesen sein, der das Tempolimit von 15 mph abschaffte – ein Umstand, der den Testfahrten dieser Wagen sicher zugutekam.

 

Sind die hier abgebildeten 28 Locomobiles allesamt Model 48, wie sie 1911 eingeführt wurden? Diese Fahrzeuge waren teuer und kosteten etwa 10.000 Dollar für einen vollständig karossierten offenen Tourer — und das noch ohne die luxuriösen Extras, die damals angeboten wurden, darunter maßgefertigte Zierleuchten von Tiffany & Co. Zur gleichen Zeit kostete ein Ford Model T Phaeton im Schnitt rund 600 Dollar, während Henry Ford hart daran arbeitete, die Kosten noch weiter zu senken, sodass er in den kommenden Jahren noch günstiger wurde. Kein Wunder also, dass Locomobile schließlich verschwand…?

 

Worte von Jeroen Booij

Foto aus ‘The Locomobile book’

 

Publiziert:
Mittwoch November 26th, 2025
R.Douglas Miller
30 November 2025, 20:39
There are often Locomobiles on the field in some of the Southern Connecticut events.
Maybe they never left the area or were brought back by collectors more familiar with the Marque.
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Daniel Reuben
29 November 2025, 03:39
I suspect the majority, if not all of these are their 4 cylinder Model L's. Supporting this, the hoods seem short and in the front row at either end are cars that look like they could be chain driven. Most Model M and R (future 48's and 38's) were LHD although I can't say if the very first might have been RHD however. The model L also overlapped and continued production as late as 1915. The company established an Experimental Department where they would test over many months about 5-8 cars at a time through the year. While some could be mixed into this photo these are more likely production cars outfitted with seats in which to pilot them prior to being outfitted with coachwork. They are unlikely race cars at this late date and additionally since a few manifest vertical dashboards that the racers didn't have. The Connecticut license plates (ending in "M") were for registered manufacturers and they could purchase multiple redundant ones at the time (for a fee).
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