Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Im Zeitalter großer technischer Innovationen dürfte Sie vielleicht auch der gegenüberliegende Motor von Eugène Brillié interessieren. Gemeinsam mit Gustave Gobron entwickelte er dieses ungewöhnliche Konzept und gründete anschließend die Marke Gobron-Brillié. Der Motor ihrer Luxusautomobile arbeitete mit einem Kolben an beiden Enden jedes Zylinders und kam ganz ohne Zylinderkopf aus. Nicht flach wie bei einem Boxermotor, sondern vertikal angeordnet. Das Prinzip war bereits aus anderen Motorenkonstruktionen bekannt, doch möglicherweise wurde es hier erstmals in einem Automobil eingesetzt. Und offenbar funktionierte es gar nicht schlecht. Eines ihrer Fahrzeuge mit diesem Motor soll das erste Automobil der Welt gewesen sein, das die Marke von 150 km/h überschritt; wenige Monate später wurden sogar mehr als 100 mph (161 km/h) gemessen.
Dennoch dürfte das System auch Probleme verursacht haben, denn ab 1904 setzte Gobron-Brillié auf konventionellere Motorenkonstruktionen. Existieren heute überhaupt noch Exemplare dieser Motoren? Dieses Foto zeigt einen Wagen von 1907. Zwar verfügte er bereits über einen eher traditionellen Vierzylindermotor — möglicherweise sogar die 11-Liter-75-PS-Version —, doch auch ihn fanden wir ausgesprochen faszinierend. Das Bild stammt aus dem Archiv des Ungarischen Museums für Technik und Verkehr und zeigt den Gobron-Brillié eines gewissen Jenő Baruch. Er war Erbe eines Mineralölunternehmens und soll einen ausschweifenden Playboy-Lebensstil geführt haben, wobei er einen Großteil des väterlichen Vermögens für Pferde und Automobile ausgab. 1928 nahm sich Baruch das Leben, angeblich „um den immer schwerwiegenderen Problemen zu entkommen“. Wie tragisch.
Dieses Bild des wunderschönen Landaulets entstand jedoch in glücklicheren Zeiten. Mit einer Karosserie des Budapester Karosseriebauers Kölber nahm Baruch im Sommer 1907 mit diesem Wagen an der Herkomer-Fahrt teil — jener prestigeträchtigen Wettbewerbsfahrt des deutschen Kaisers von Frankfurt über München und Wien zurück nach Frankfurt. Was danach aus dem Wagen wurde..?
Text: Jeroen Booij
Bild: Ungarisches Museum für Technik und Verkehr, mit Dank an Pál Negyesi
Motoring journalist 'Bunny' Tubbs had one which I encountered at Jackie Pichon's restaurant in 1967, when it was celebrating it's fiftieth birthday by touring in France. Bunny's daughter has written about the car in the VSCC Bulletin relatively recently - it may still be in the Tubb's family.
I recall Bunny's description of being a motoring journalist as "It is not all steer and vittles".