Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Sucht man weltweit im Internet nach Metallic-Lack, stößt man auf eine Vielzahl historischer Details, die nicht unbedingt übereinstimmen. Die meisten sind sich einig, dass Metallic-Lack Ende der 1920er Jahre in der Automobilindustrie entstand, wobei einige hinzufügen, dass DuPont bereits 1927 einen Lack auf Basis von Aluminiumflocken einführte.
Doch es gibt auch die Geschichte mit den Fischschuppen. Demnach wurde in den frühen 1920er Jahren ausschließlich die silbrig schimmernde Innenseite der Schuppen isoliert und als Pigment dem Lack beigemischt. Das muss eine gewaltige Arbeit gewesen sein! „Um 250 Gramm echtes Fischsilber für ‚Fischsilberfarben‘ herzustellen, wurde eine Tonne Fisch benötigt, weshalb dieses wertvolle Material nur sehr begrenzt eingesetzt wurde.“ Eine weitere Quelle, die wir fanden, macht das noch anschaulicher: „Für ein Kilogramm Farbe wären etwa 40.000 Heringe nötig gewesen. Dafür verliehen sie den Lacken jedoch einen perlmuttartigen Glanz, der die geschwungenen Formen der damaligen Automobile besonders zur Geltung brachte.”
Und dann ist da noch das sogenannte Metalflake-Finish, dessen Ursprung im Custom-Car-Umfeld von George Barris im Jahr 1959 vermutet wird, in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen namens Bobeckmun. Bei einer Pressevorstellung wurden erneut Fischschuppen erwähnt, ebenso wie ‚zermahlener Diamantstaub‘. Das klingt allerdings eher nach einer etwas überzogenen PR-Geschichte.
Und nun… was wir hier sehen, ist Ginger Rogers, die im Film ‚Lady in the Dark‘ chauffiert wird, der bereits 1943 – und in Farbe – gedreht wurde. Im Trailer heißt es: ‚Reflecting a new wizardry of lighting, photography and colour that the screen has never been able to achieve before‘. Bewegte Farbaufnahmen dieses stark modifizierten Landaulets hätten wir nur zu gern gesehen, konnten sie jedoch nicht finden. Hat jemand eine Idee, um welches Fahrzeug es sich bei diesem aufwendig umgebauten Landaulet tatsächlich handelt?
Text: Jeroen Booij; Bild: Paramount Pictures