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Gebrauchtwagensuche: Vintage-Schnäppchenjagd im Nachkriegs-London

Gebrauchtwagensuche: Vintage-Schnäppchenjagd im Nachkriegs-London

South Croydon Motors occupied typical 1930s premises

Gebrauchtwagensuche: Vintage-Schnäppchenjagd im Nachkriegs-London

The former home of C.I.C. Ltd. is clearly identifiable as a garage

Gebrauchtwagensuche: Vintage-Schnäppchenjagd im Nachkriegs-London

The retail space occupied by Character Cars has been filled in and turned into housing

Kürzlich übernahm ich ein umfangreiches Archiv mit Ausschnitten aus alten Automobilzeitschriften – eine bunte Mischung aus Nachrichten, Fahrberichten und Kuriositäten. Besonders spannend waren jedoch die Kleinanzeigen für gebrauchte Vorkriegs- und P.V.T.-Fahrzeuge. Als jemand, der nicht ganz in London lebt, überkam mich echte Nostalgie – für eine Zeit, in der man einfach die Hauptstraße entlanggehen konnte und in der kleinen Werkstatt an der Ecke einen seltenen Rennwagen der 1920er zum Verkauf entdeckte. Heute unvorstellbar – aber träumen dürfen wir noch.

Zur Anregung dieser Träume hier ein paar Highlights aus den Kleinanzeigen der Motor Sport, The Autocar und anderen Magazinen aus den späten 1940ern und frühen 1950ern.

 

Alphabetisch beginnen wir mit einem Amilcar C6 mit Villiers-Kompressor, angeboten von South Croydon Motors. Die Brighton Road war damals bekannt für ihre zahlreichen Autohändler. Das interessanteste Fahrzeug, das ich dort je sah, war ein Ford Popular – vor rund zwanzig Jahren. Doch die Anzeige machte klar: Dieser Amilcar war etwas Besonderes. Nur 50 C6 wurden gebaut. Dieses Exemplar gehörte ursprünglich dem Rennfahrer Harry Clayton und seinem Freund F. Monkhouse (bekannt für seine Puddingproduktion). Sie fuhren damit Rennen in Brooklands, Crystal Palace und Donington. Im Krieg eingelagert, wurden die Wagen 1945 an Owen Finch verkauft, der sie für den Straßenverkehr umrüstete. Der Wagen mit Kennzeichen NPA 217 wurde 1949 zugelassen und fuhr in Prescott, Blandford Camp und anderen Veranstaltungen. 1952 wurde er für „Bestes Angebot über £650“ angeboten – damals ein Vermögen. Laut DVLA gab es 1984 einen Eintrag, doch über den aktuellen Verbleib ist nichts bekannt. Vielleicht ist er längst ins Ausland verkauft worden?

 

Ein weiteres Kuriosum: Ein Bugatti Type 41 Royale von 1933, Fahrgestellnummer 41131 – zwar nicht zum Verkauf, aber erwähnt. Der damalige Besitzer, Bugatti-Enthusiast Jack Lemon Burton aus Kilburn, hatte den Park-Ward-Wagen vom ersten Eigentümer Captain Cuthbert W. Foster übernommen. 1956 verkaufte er ihn an den US-Sammler John Shakespeare, von dem er an die Brüder Schlumpf überging – heute Teil der Sammlung in Mulhouse.

 

Wesentlich greifbarer waren zwei Bugattis bei C.I.C. Ltd. in Wimbledon: ein eleganter Type 55 für nur £300 und ein nicht näher beschriebener 1½-Liter-Kompressorwagen. Möglicherweise ein aufgeladener Type 40? Sicher lässt sich das heute nicht sagen.

 

Wer lieber mit der Familie unterwegs ist, wäre bei Character Cars fündig geworden: Eine Buick 24 h.p. Limousine von 1926, königsblau lackiert, mit nur einem Vorbesitzer und in bemerkenswert originalem Zustand – ein Traum für jedes heutige Oldtimertreffen. Leider lässt sich auch dieses Auto nicht mehr nachverfolgen.

 

Und schließlich die kurioseste Anzeige von allen: Ein kugelsicherer Mercedes-Benz 770 „Großer“, angeblich einst im Besitz von Hermann Göring. Angeboten wurde er 1952 nicht etwa von einem Händler, sondern von der SSAFA, einer Hilfsorganisation für Militärfamilien. War es wirklich Görings Wagen? Wer hat ihn gekauft – und wo ist er heute? Ein ähnliches Fahrzeug, angeblich von Hitler genutzt, steht im Technik Museum Sinsheim. Könnte es derselbe sein?

 

Text und Fotos: Zack Stiling

 

Publiziert:
Freitag August 15th, 2025
Peter Maguire
18 August 2025, 10:44
I purchased my first car, a 1932 Armstrong-Siddeley New 20HP Sports Saloon, from Purley Oaks Service Station which was situated on the other side of the Brighton Road some 200 yards North of where South Croydon Motors had its premises. This was 1964 and I think that though South Croydon Motors still existed, that it no longer had the sort of cars it advertised in 1952. things had changed a lot in the intervening 12 years.
The Armstrong was a 'special order' car with a Daimler fluid flywheel, as well as a bench front seat and some other non-standard features.
I was the second owner on the log book. The first was a Mr. O. J. Dodwell, his family having disposed of the car shortly after his death and the car had languished behind the service station for more than a year until I bought it. For many years it was my sole transport. It was a really nice sporting saloon with a usable top speed of around 80 mph. Its only drawback was that in town petrol consumption was less than 12 mpg. This was due to the fluid flywheel which did not transmit full power under 1500 rpm. A great disadvantage at any speed under 30 mph in a car geared at around 22 mph/1000 rpm in top !
Restoring it taught me a lot about motor cars. Happy days.
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