Fehlstarts und feine Automobile: das Longstone Long Car Race
Das Long Car Race von Longstone Tyres bildete den Abschluss des VSCC-Rennkalenders – und was für ein Finale es werden sollte. Am Ende eines abwechslungsreichen Renntages in Mallory Park versammelten sich zwölf lange Automobile im Vorstartbereich und erwarteten ein spannendes, vierzigminütiges Rennen mit jeweils zwei Fahrern.
Nach einem als Fehlstart gewerteten Startversuch, der eine Zeitstrafe von zehn Sekunden nach sich zog, stellte sich Jim Edwards im Model A Ford Roadster der Familie Cawley auf ein hart umkämpftes Rennen ein. Schließlich wusste er, dass auch das Andrews Model A zu den ernsthaften Anwärtern gehörte. Zwei Delage DIS gingen ins Rennen, deren Fahrer einander genau beobachteten und sich auf einen packenden Zweikampf vorbereiteten. Am Ende behielt der Wiseman-Delage gegenüber dem Cawley-Wagen knapp die Oberhand. Dessen zweiter Fahrer, Dave Yorkstone, war erst am selben Tag zum ersten Mal mit dem Auto gefahren, was das Ergebnis unter diesen Umständen umso bemerkenswerter machte.
Der Anblick zweier Rolls-Royce, die gemeinsam ein Rennen bestritten, bot einen ungewöhnlichen Reiz. Becky Smith ging zusammen mit Nick Hildyard in dessen Rolls-Royce Twenty an den Start, während Pete Batty seinen Silver Ghost mit Jack Harvey teilte. Der Twenty war dem Ghost zweifellos überlegen, doch beide boten einen prachtvollen Anblick, als sie majestätisch um die Rennstrecke schwebten.
Auch zwei Vauxhall, ein 23/60 und ein E-Type, standen am Start. Der 23/60 der Familie Duffin verlor jedoch leider nach vier Runden einen Reifen, wodurch das Team frühzeitig aus dem Rennen ausschied. Die Fahrerwechsel erwiesen sich als ein weiterer unterhaltsamer Teil des Rennens. Einige der weniger beweglichen Teilnehmer versuchten, ihre Fahrzeuge in hohem Tempo zu verlassen, was nicht selten in einem eher unwürdigen Ausstieg endete.
Nach vierzig Minuten, in denen manche Fahrzeuge nicht weniger als 29 Runden zurückgelegt hatten, fiel die Zielflagge für das äußerst schnelle Humphries-Team im Derby Bentley. Luke Roberts belegte in seinem Bianchi, den er sich mit Gillian Carr teilte, den zweiten Platz. Tim Wadsworth wurde in seinem Lagonda Tourer Dritter.
Ganz im Sinne der Tradition des Longstone Long Car Race wurden die ersten drei Fahrzeuge im Ziel anschließend jedoch im Fahrerlager disqualifiziert – weil sie sich zu sehr angestrengt hatten. Stattdessen erhielten die Viert-, Fünft- und Sechstplatzierten halb geleerte Magnumflaschen Champagner. Pete Batty gewann außerdem den Concours-Preis für das längste Auto, während die Familie Duffin die Auszeichnung für das höchste Fahrzeug erhielt.
Jeder Empfänger einer halben Magnumflasche war verpflichtet, seinen Champagner mit allen anderen in der Boxengasse zu teilen, einschließlich der Streckenposten und Zuschauer. Bei einer herrlich lebhaften Nachbesprechung wurde das Rennen aus jeder nur denkbaren Perspektive noch einmal durchlebt. So verließen nach einem weiteren gelungenen Longstone Long Car Race alle Beteiligten das Fahrerlager mit einem breiten Lächeln. Im kommenden Jahr folgt das Longstone Light Car Race: ein weiteres äußerst vergnügliches Zwei-Fahrer-Spektakel, bei dem Geschwindigkeit erneut vollkommen nebensächlich sein wird.
Text und Fotos: Liz Cawley
Publiziert:
Donnerstag September 10th, 2026
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Ik vraag me af wat het resultaat van de Fordjes was ?