Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Es scheint, dass das Stuntauto fast so alt ist wie das Auto selbst! Unser kürzlich veröffentlichter Filmclip aus dem Jahr 1922, der ein frühes Stuntauto zeigt – vermutlich Teil einer reisenden Show (hier klicken) – brachte weitere spannende Stuntgeschichte ans Licht.
Diese großartige Fotoserie stammt aus dem Archiv der Library of Congress und zeigt einen Mann namens Roy Repp mit seinem Stuntauto, bekannt als Maude, das Motor-Maultier. Repp war vermutlich einer der allerersten Stuntfahrer.
Die Aufnahmen wurden in New York gemacht und erschienen 1916 im Popular Science magazine. Dort erfahren wir, dass Repps Motor-Maultier ein von ihm selbst modifizierter Buick war. Die Tricks, die er damit zeigte, wurden durch clevere Umbauten ermöglicht. Das Auto konnte „sich auf seine beiden Hinterräder stellen“ dank eines verschiebbaren Gewichts im Inneren und unabhängiger Bremsen an jedem Hinterrad. Durch Ziehen an einem Hebel verlagerte Repp den Schwerpunkt nach hinten, sodass er einen „Wheelie“ auf den Vorder- oder Hinterrädern machen konnte. Im Bericht heißt es: „Dazu spielt die Kapelle gewöhnlich einen Walzer, und der Fahrer schafft es, im Takt der Musik zu bleiben.“ Ja, Repp konnte Maude, das Motor-Maultier, zum Tanzen bringen!
Nach seiner Karriere als Stuntfahrer wurde Roy Repp Flaggenmann am Indianapolis Motor Speedway und, ganz im Sinne der reisenden Shows, „bei Tausenden von IMCA-Rennen im ganzen Land.“ Doch dort nahm das Schicksal eine tragische Wendung. Während eines dieser Rennen, das am 29. Oktober 1933 auf dem Shreveport Fairgrounds in Louisiana stattfand, löste sich eine Flügelmutter vom Rad eines vorbeirasenden Rennwagens und traf Flaggenmann Repp. Er starb drei Monate später, am 4. Januar 1934, im Krankenhaus.
Text: Jeroen Booij
Fotos: Library of Congress