Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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„Während der Planungsphase unseres Gebäudes haben wir die originalen Bugatti-Werke besucht. Dort trafen wir einen ehemaligen Mitarbeiter, der uns eine bemerkenswerte Geschichte erzählte: In den letzten Jahren vor der Schließung der Fabrik bekamen die Angestellten keinen Lohn mehr. Viele nahmen deshalb Werkzeuge und Materialien mit nach Hause. Dieser Mann hatte sogar eine originale Bugatti-Werkbank – fast zwei Tonnen schwer – in seinem Garten stehen! Heute steht diese Werkbank bei uns in der Werkstatt der Gubsø Garage. Der Transport war teurer als die Werkbank selbst, aber sie ist wunderschön – und voller Geschichte,“ erzählt Mark mit einem Lächeln. Diese Anekdote bringt die Hingabe und Liebe zur Marke perfekt auf den Punkt.
Mark Vogel ist ein echter Bugattist. Mit zwölf Jahren entdeckte er seine Faszination für Bugatti – durch ein Buch von Bugatti-Historiker Hugh Conway, das noch immer in seinem Bücherregal steht. Was ihn so begeistert? „Die Qualität, die Technik, die unglaublichen Fertigungstoleranzen.“ Diese Bewunderung hat ihn nie losgelassen.
Zusammen mit seinem Bruder leitete Mark viele Jahre eine Kautabakfabrik. Es war sein Bruder, der vorschlug, einen Bugatti Type 40 zu kaufen – der Beginn von etwas Größerem: Eine Ecke der Fabrik wurde zur Restaurationswerkstatt mit vier engagierten Mechanikern umgebaut. Nach dem Verkauf des Unternehmens im Jahr 2017 war es Zeit für den nächsten Schritt: Gubsø Garage.
Kein kommerzielles Projekt, sondern eine persönliche Mission. Dennoch stehen inzwischen auch Kundenfahrzeuge dort. Für das Design arbeitete Mark eng mit einem Architekten zusammen, inspiriert vom Bugatti-Werk in Molsheim. Selbst die Eingangstore erinnern subtil an das Original. 2021 öffnete Gubsø Garage ihre Türen – nicht nur als Restaurierungsatelier, sondern auch als Konferenzzentrum mit Tagungsräumen und Restaurant. Heute zieht der Komplex rund 20.000 Besucher jährlich an.
An einem sonnigen Tag fahren wir mit unserem Riley durch die sanfte Hügellandschaft Dänemarks in Richtung Aarhus. Bei unserer Ankunft begrüßt uns ein unrestaurierter Voisin, lässig vor dem Eingang geparkt. Auf der linken Seite gewährt eine Glaswand einen Blick auf eine beeindruckende Sammlung klassischer Fahrzeuge – bereit, wieder zum Leben erweckt zu werden.
Zunächst wirkt Mark etwas zurückhaltend, doch schon bald spricht er mit Begeisterung über seine Bewunderung für Ettore Bugatti – ein Mann, der Kunst und Technik wie kein anderer vereinte. Sein Lieblingsauto? Der Bugatti Type 51, einst im Besitz von Oprey, weitgehend im Originalzustand, inklusive Karosserie. Auch andere Marken sind vertreten, etwa ein außergewöhnlicher BMW 328: „Seiner Zeit weit voraus,“ meint Mark. Doch alles begann mit einem Porsche 911, den er mit siebzehn kaufte, selbst restaurierte – und bis heute täglich fährt.
Nach dem Verkauf seiner Firma begann Mark, Autos zu kaufen – ohne festen Plan. Heute legt er Wert auf Qualität und Alltagstauglichkeit. In der Ausstellung steht etwa ein prachtvoller Delahaye 135 mit Karosserie von Figoni & Falaschi. Er kam als Wrack – und ist nach über 6000 Arbeitsstunden ein wahres Meisterwerk geworden.
Bei der Führung sehen wir die vier fest angestellten Mechaniker bei der Arbeit – alle teilen Marks Leidenschaft. In einem Raum wird an einer verbesserten Kupplung gearbeitet. Die Werkstatt atmet Geschichte und Innovation zugleich: Regale sind Nachbildungen von originalen Bugatti-Reifenständern, Werkbänke orientieren sich an Molsheim, moderne Maschinen wie eine CNC-Drehbank sind ebenfalls im Einsatz.
Ein Bugatti Type 54 mit 5-Liter-Motor steht als rollendes Chassis in der Werkstatt. Wegen der Insolvenz verließ er nie die Fabrik – doch nun bekommt er hier, im eigenen Haus, seine elegante Karosserie. Alles wird bis ins kleinste Detail gefertigt – sogar ein eigener Polierraum fehlt nicht.
Wir gehen an einem Type 43 vorbei, dessen Motor überholt wird. Das originale Chassis und die bewegte Geschichte machen ihn zu etwas Besonderem. Unweit davon ein VW-Käfer-Motor. Am lebendigsten ist es jedoch in der Motorenwerkstatt. Dort steht unter anderem ein Bugatti 37 eines Kunden – einst in Kisten angeliefert – und Marks eigener Alfa Romeo 6C 1750 auf der Hebebühne. Ein Bugatti Type 51 hat gerade einen Winterservice erhalten – inklusive einem eigens entwickelten Anlassersystem, eine moderne Innovation im klassischen Rahmen.
Mark bevorzugt Bugattis mit Achtzylindermotoren. „Wenn man das einmal gefahren ist, will man nichts anderes mehr.“ Doch auch ein Vierzylinder-Type 37 steht da – einst in Spanien im Renneinsatz, oft fotografiert.
Als ein Type 51 für eine kleine Ausfahrt nach draußen gebracht wird, scheint der Moment perfekt. Doch nach wenigen Minuten bleibt der Motor stehen – es ist seine erste Fahrt der Saison. „Mit klassischen Autos gibt es immer etwas zu tun – besonders, wenn man sie wirklich fährt,“ lacht Mark.
Und genau das macht die Gubsø Garage so besonders: Hier werden Autos nicht einfach gesammelt – sie leben, werden gefahren und mit echter Leidenschaft zum Leben erweckt.
Long live Gubsoe garage and its creator Marc Vogel.
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Marc est un homme jeune enthousiaste ,honnète et très serieux .Je le recommande a ceux qui ne le connaissent pas encore et qui va reprendre la relève des vieux comme nous qui commençons a partir pour un autre monde.
Longue vie a Gubsoe garage et a son créateur Marc Vogel.