Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Panzerwagen sind schneller, günstiger und leichter zu warten als Panzer. Darüber hinaus geben wir offen zu, dass unser Wissen über gepanzerte Fahrzeuge aus dem Ersten Weltkrieg begrenzt ist – aber ein interessantes Foto erkennen wir, wenn wir es sehen. Und dieses schien genau so eines zu sein.
Das Bild stammt aus der Sammlung der New York Public Library. Das sichtbare Nummernschild (beachten Sie die „15“, die wohl auf das Zulassungsjahr hinweist) wirkt ebenfalls amerikanisch. Aber ist das Fahrzeug selbst auch amerikanisch? Das ist schwer zu sagen.
Eine kurze Recherche zeigt: „Im Ersten Weltkrieg tauchte auf beiden Seiten eine große Vielfalt gepanzerter Fahrzeuge auf.“ Die Belgier entwickelten bereits 1914 Minervas mit Panzerplatten und einem Hotchkiss-Maschinengewehr. Kurz darauf folgte Großbritannien mit sogenannten „Fighting Cars“ auf Chassis von Rolls-Royce, Leyland, Talbot, Lanchester und Wolseley. Frankreich setzte auf speziell angepasste Panhards, Peugeots, Renaults und Hotchkisses. Italien brachte Varianten auf Fiat- und Lancia-Basis, während die USA eigene Fahrzeuge von King und White hatten. Kanada entsandte sogar über 20 Staffeln mit eigenen Fahrzeugen nach Frankreich – worauf diese basierten, wissen wir allerdings nicht.
Gibt es bestimmte Merkmale, die dieses Exemplar hervorheben? Abgesehen von einem Blick auf das Fahrgestell und die Federung – und vielleicht der Form der Motorhaube – scheint das meiste speziell verstärkt worden zu sein und entspricht wohl nicht exakt dem ursprünglichen Basismodell. Vielleicht verraten uns die Abzeichen auf der Rückseite oder die Uniformen und Kopfbedeckungen der Soldaten etwas..?
Text: Jeroen Booij
Bild: The New York Public Library