Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Dieses vornehme Paar ist kein gewöhnliches Duo. Hier sehen wir König Viktor Emanuel III. und Königin Elena von Italien auf ihrer Fahrt durch den Parco del Castello di Racconigi bei Turin.
Das Bild erschien auf Postkarten und auf mehreren Titelblättern von Zeitschriften. La Stampa Sportivo veröffentlichte es im September 1904 und nannte das Auto schlicht eine Vittoria Elettrica. Die französische Zeitschrift La Vie au Grand Air vom Mai 1904 ging näher ins Detail, bezeichnete das Fahrzeug als Victoria Electrique Kriéger und beschrieb es als “das Auto für Souveräne”. Es hieß zudem, dass das italienische Königspaar den Kriéger sowohl vom König von England als auch von den Kaisern von Deutschland und Russland empfohlen bekommen hatte, die angeblich alle ihre Kriéger selbst fuhren, statt sich chauffieren zu lassen.
Kriéger Automobiles in Paris, gegründet von Louis Antoine Kriéger, war zweifellos ein Pionierhersteller. Dem Unternehmen wird die Erfindung der regenerativen elektrischen Bremsen zugeschrieben. Bereits 1903 bot es auch ein Hybridfahrzeug mit Frontantrieb, Servolenkung und einem Benzinmotor zur Unterstützung der Batterien an.
Offenbar fand dies bei den damaligen Monarchen großen Anklang. Wir fanden einen Artikel, in dem stand, dass noch weitere Herrscher mit Kriéger-Wagen unterwegs waren: “Mitglieder der spanischen (Borbón y Austria), russischen (Romanow), italienischen (Savoyen), ägyptischen (Alawiyya), dänischen (Glücksburg), britischen (Sachsen-Coburg und Gotha) und vielleicht auch belgischen (Saxe-Cobourg et Gotha) Königshäuser besaßen mindestens ein Fahrzeug aus den Werkstätten der Compagnie Parisienne des Voitures électriques.”
Von Viktor Emanuel III. heißt es außerdem, dass er im September 1905 noch einen weiteren Kriéger bestellt habe, ein Coupé. Am Ende verlor das Elektroauto jedoch das Rennen gegen seine benzinbetriebenen Rivalen, und 1909 war Kriéger Automobiles verschwunden.
Mehr als ein Jahrhundert später allerdings wäre ein Kriéger eine geradezu ideale Wahl für die heutige London to Brighton Run – er würde mühelos durch Londons Low Emission Zones gleiten, ohne auch nur ein Stirnrunzeln hervorzurufen.
Bild: Lincoln Car Museum
Just goes to show nothing new in modern automobile production!