Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Auf diesem Bild sehen wir eine ganze Reihe von Nachkriegs-Porsches, was für eine Website, die sich vor allem mit Vorkriegsfahrzeugen beschäftigt, vielleicht ungewöhnlich erscheint. Doch lassen Sie sich nicht ablenken, denn der eigentliche Star steht im Mittelpunkt: ein Austro-Daimler ADS-R Rennwagen aus 1922, der eine direkte Verbindung zu den späteren Porsche-Sportwagen hat. Tatsächlich handelt es sich um eines der frühen Designs von Dr. Ferdinand Porsche selbst.
Bevor er Autos unter seinem eigenen Namen produzierte, war Porsche Chefdesigner bei Austro-Daimler, und es ist nicht ganz klar, ob die Firma seine Idee eines leichten Rennwagens anfangs wirklich mochte. Porsche benannte das Fahrzeug nach seinem Freund Alexander Joseph Graf Kolowrat-Krakowsky, besser bekannt als Sascha. Der Graf soll ihn maßgeblich dazu ermutigt haben, einen kleinen Sportwagen zu entwickeln, und finanzierte das Projekt sogar persönlich.
Diese Frage überlassen wir den Experten, aber eines ist sicher: Das Design war äußerst clever, wenn auch spartanisch. Der Wagen hatte einen 1.100 cm³ großen Vierzylindermotor, ein Aluminium-Motorgehäuse und obenliegende Nockenwellen mit Kegelradantrieb, die rund 50 PS produzierten—eine beachtliche Leistung für die damalige Zeit. Austro-Daimler erkannte das Potenzial des Autos schnell, und es blieb nicht bei einem Einzelstück.
Für die Targa Florio 1922 wurden vier Sascha-Rennwagen gebaut, von denen drei ins Rennen geschickt wurden. Sie belegten den ersten und zweiten Platz in ihrer Klasse. Der Legende nach waren die Wagen ursprünglich weiß, wurden jedoch für den Transport nach Italien rot lackiert, damit sie auf der Zugreise nicht zu sehr auffielen und gestohlen wurden. Um sie während des Rennens besser unterscheiden zu können, wurden auf ihren Seiten Kartensymbole aufgemalt: Herz, Karo, Kreuz und Pik.
Das wissen wir nicht genau. Dieses Foto stammt aus den frühen 1960er-Jahren, als das Porsche Museum bereits existierte und der Austro-Daimler Sascha schon Teil der Sammlung war. Hier ist er vor der Produktionshalle neben brandneuen Porsche 356 abgelichtet.
Der Wagen gehört auch heute noch zur Museumssammlung, wurde jedoch vor einigen Jahren restauriert und wieder in Weiß lackiert. Merkwürdigerweise trägt er nun das Pik-Symbol, obwohl er auf diesem Foto noch ein Karo zeigt.
Text: Jeroen Booij
Foto: Porsche Museum
“Of course we have decided to leave the modern carburetter on it. It's easier for us to handle.”
In my opinion, this is not what the restoration of such an historic car means.