Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Dachten wir, der Oldsmobile Limited von 1910 habe große Räder? Ohne Zweifel—doch was ist mit diesem Exemplar? Auch er stammt aus dem Jahr 1910 und rollt auf hölzernen Rädern mit beeindruckenden 42 Zoll Durchmesser. Und obwohl auch er aus Detroit kommt, ist er vermutlich weit weniger bekannt.
Meine Damen und Herren, dies ist der Owen, gebaut von der Owen Motor Car Company. Eine zeitgenössische Anzeige verkündet: „42-Zoll-Räder und große Reifen sorgen für eine außergewöhnlich lange Lebensdauer der Bereifung. Sie verlängern die Haltbarkeit des gesamten Automobils und verleihen – in Verbindung mit der Owen-Federung – dem Begriff ‚komfortables Fahrverhalten‘ eine ganz neue Bedeutung. Weitere als integraler Bestandteil des Konzepts geltende Merkmale sind der langhubige Vierzylindermotor mit 50 PS; die links angeordnete Lenksäule mit dem Schalthebel zur Rechten des Fahrers, was den Einstieg von beiden Seiten erleichtert; sowie die hohen Vordertüren, die die Insassen vorne im Sommer vor Staub und im Winter vor Kälte schützen.”
Mit einem Preis von 4.000 Dollar f.o.b. (wir mussten das nachschlagen—es bedeutet „free on board“, also Lieferung frei an Bord) war er mindestens ein Viertel günstiger als der Oldsmobile. Doch wurde er oft verkauft? Wohl kaum. Nach nur zwei Jahren im hart umkämpften Automobilgeschäft wurde die Owen Motor Car Company von der REO Motor Car Company übernommen, die noch 35 Owen-Fahrzeuge fertigstellte, bevor das Unternehmen eingestellt wurde. Gibt es heute noch erhaltene Owen-Modelle?
Text: Jeroen Booij; Fotos: Robert Werbach