Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Das hier ist wirklich ein faszinierendes Rätsel auf Rädern. Ein auffälliger Klassiker, bekannt durch ein einzelnes Foto – mit freundlicher Genehmigung von Owe Persson – doch ohne jegliche Hintergrundinformationen. Der einzige Hinweis? Angeblich soll der ursprüngliche Besitzer ein gewisser Clarin Mustad de la Ville Duclair aus Norwegen gewesen sein.
Beginnen wir mit dem Fahrzeug selbst. Es handelt sich unverkennbar um einen Talbot-Lago – aber um welches Modell genau? Vor dem Krieg gebaut oder kurz danach? Wir sind uns nicht sicher, doch vielleicht erkennt jemand von euch das Fahrgestell auf Anhieb. Besonders spannend ist die Karosserie: Wir haben im Laufe der Jahre viele Cabriolets, Coupés, Berlines und Limousinen gesehen – aber dieses Exemplar scheint eine Sedanca de Ville-Karosserie zu besitzen, eine Bauform, die uns kaum je begegnet ist. Ein Werk von Figoni & Falaschi? Oder doch Pourtout? So oder so: ein seltenes und auffälliges Design.
Und dann wäre da noch die norwegische Verbindung. Der Name Clarin Mustad dürfte manchen ein Begriff sein. Laut Wikipedia gab es tatsächlich einen Clarin Mustad aus Oslo, der ein beachtliches Firmenimperium führte – darunter angeblich auch eine „Duclair-Fabrik in Frankreich“. Er war einst der größte Hersteller von Angelhaken weltweit, aber zugleich auch ein echter Autoliebhaber.
Schon 1892 soll Mustad mit dem Auto ins Ausland gereist sein – und er wird mit mehreren technischen Erfindungen in Verbindung gebracht, darunter eine elektrisch beheizte Toilettenbrille und ein System, mit dem man den Motor vom Fahrersitz aus starten konnte – für die damalige Zeit bemerkenswert fortschrittlich.
Berühmt wurde er jedoch vor allem durch seine eigenen Fahrzeugkonstruktionen, die ihm einen Platz im Norwegischen Straßenverkehrsmuseum in Lillehammer sicherten. Im Jahr 1916 entwickelte er ein 3,4 Tonnen schweres, elfsitziges Fahrzeug mit drei Achsen, das in zwei Varianten mit austauschbaren Sommer- und Winterkarosserien gebaut wurde. Später, 1935, entwarf er ein einsitziges Tourenfahrzeug mit dem Spitznamen Der Egoist – ebenfalls eine exzentrische und visionäre Konstruktion.
Könnte dieser Talbot-Lago Sedanca de Ville ein weiteres Kapitel in der Automobilgeschichte von Clarin Mustad darstellen? Er hatte zweifellos die Leidenschaft, die Mittel und die Vorstellungskraft, um ein Unikat bei einem französischen Karosseriebauer in Auftrag zu geben.
Doch viele Fragen bleiben offen. Was genau ist dieses Auto? Wer hat es gebaut? Und wie lautet seine vollständige Geschichte?
Wenn jemand mehr weiß – wir würden es nur zu gerne erfahren.
Text: Jeroen Booij
Foto: via Owe Persson
Whilst in France I owned Delahaye 175 and Franay Talbot 110-121 and my take
is the Talbot is a Figoni...my Delahaye had the exact same from bumper as
the Talbot...and the rest simlar....I suspect the bumpers were the same on
several Figoni's