Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Historische Bugatti sind ein vielfach erforschtes Terrain, doch die Bugatti Royale bildet zweifellos die Krönung. Über jede Schraube und jede Mutter wurde geschrieben, diskutiert, geforscht und spekuliert. Nicht unbedingt unser Spezialgebiet… und ehrlich gesagt auch nicht unsere größte Leidenschaft. Umso überraschter waren wir, als wir auf eine Anzeige stießen, in der eines dieser außergewöhnlichen Automobile im Juli 1952 von… Connaught Engineering zum Verkauf angeboten wurde.
Ja, genau jenes berühmte Ingenieurbüro aus Send in Surrey, das vor allem für seine genialen Formel-Rennwagen bekannt wurde und von Rodney Clarke geleitet wurde – einem Mann, der sich zwischen den Rennsaisons leidenschaftlich dem Handel mit außergewöhnlichen Automobilen widmete. Clarke war ein großer Bugatti-Enthusiast und vermittelte den Verkauf mehrerer Spitzenmodelle aus Molsheim. Dazu gehörten ein Type 57SC Atlantic, ein Type 57SC Atalante, ein Type 57S Corsica, der 1913 an Roland Garros gelieferte Fünfliter-Type 18 und sogar ein Type 59 Grand Prix. Doch eine Royale… das ist eine ganz andere Dimension.
Wie ein solches Automobil nach Surrey gelangte, ist eine faszinierende Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg reiste Clarke regelmäßig zur angeschlagenen Bugatti-Fabrik nach Frankreich, um Ersatzteile zu suchen und Automobile zu erwerben. Der französische Franc war stark abgewertet und die Fabrik dringend auf Bargeld angewiesen. Inzwischen hatte sich Clarke als einer der führenden Bugatti-Spezialisten Großbritanniens etabliert und pflegte enge Beziehungen zum Werk. Der Überlieferung zufolge – und wir lassen uns gerne korrigieren, da wir keineswegs Bugatti-Experten sind – waren drei Royales hinter einer zugemauerten Wand versteckt worden, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen. Clarke soll daraufhin zwei Exemplare an Briggs Cunningham verkauft und das dritte selbst nach England gebracht haben: den ehemaligen Wagen von König Carol von Rumänien.
Was anschließend geschah, ist deutlich besser dokumentiert. Clarke bot den Wagen in genau jener Anzeige an, auf die wir gestoßen sind, inzwischen mit dem britischen Kennzeichen „KDG 456“. Schließlich fand sich mit dem Sammler Dudley C. Wilson aus Florida ein Käufer, der 4.500 Pfund bezahlte. Günstig? Nun, ein fabrikneuer Rolls-Royce Silver Dawn kostete damals nahezu exakt denselben Betrag. Rund zehn Jahre später gelangte der Wagen in die Sammlung des Las-Vegas-Casinobetreibers Bill Harrah und schließlich – welch Ironie – zur Volkswagen AG.
Wir versuchten, weitere Informationen oder Fotos aus der Zeit zu finden, als Rodney Clarke Eigentümer war und der Wagen das Kennzeichen „KDG 456“ trug. Erneut fanden wir erstaunlich wenig. Ein kleiner Hinweis tauchte bei einer Bonhams-Auktion im Jahr 2022 auf, wo ein Foto des Wagens Teil eines Loses mit der Beschreibung 'Three pre-war Bugatti sales brochures and related ephemera, French' war, das 1.530 Pfund erzielte. Kann das wirklich alles sein, was sich in der Welt von PreWarCar über die bis ins kleinste Detail erforschte Royale noch entdecken lässt?
Text: Jeroen Booij
Foto: Archiv Jeroen Booij / Bonhams
, please refer to the book *Les Bugatti en Espagne* by visiting the website ‘bugattispain.com’
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Si vous désirez en savoir plus sur la fameuse Royale torpedo Packard qui était destinée au Roi d'Espagne Alphonse 13
,reportez vous au livre Les Bugatti en Espagne en consultant le site "bugattispain.com"