Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Der Bugatti Type 35 gilt weithin als der ultimative Vorkriegs-Renn- oder Sportwagen. Er ist innovativ — für den Rennsport entwickelt und bemerkenswert leicht — und wird dem vielleicht überstrapazierten Begriff „Vollblut“ tatsächlich gerecht, mit Hunderten von Motorsporterfolgen sowohl durch Werksfahrer als auch Privatfahrer. Zudem ist er unbestreitbar schön, mit seiner reinen, schlichten Form.
Doch wie steht es um eine noch einfachere und leichtere Version des gefeierten Type 35? Das wäre der Bugatti Type 37, mit seinem Vierzylindermotor anstelle eines Reihenachtzylinders. Rund 270 Exemplare wurden gebaut, von denen heute schätzungsweise etwa 130 existieren — deutlich weniger als von seinem Schwestermodell, dem Type 35. Von diesem wurden etwa 340 Stück gefertigt, und man geht davon aus, dass heute nahezu tausend überlebt haben.
Drei dieser Type 37 wurden im Jahr 1926 — vor genau einem Jahrhundert — an den Londoner Händler William Sorel ausgeliefert. Dieses Fahrzeug ist eines davon. Ein gewisser Mr. Moore soll der Erstbesitzer gewesen sein, danach trat der Wagen in den folgenden Jahren im Motorsport in Erscheinung. Einige vermuten, dass auch Malcolm Campbell ihn gefahren hat, was jedoch unbestätigt bleibt. Sicher ist, dass 1929 der Präsident des damals neu gegründeten Bugatti Owners’ Club das Fahrzeug erwarb. Er ist der Fahrer, der auf dem begleitenden Foto begeistert am Steuer zu sehen ist, aufgenommen bei einem Bergrennen des Bugatti Owners’ Club in Chalfont St Peter. Der Wagen wechselte anschließend mehrfach den Besitzer und wurde weiterhin im Vereinigten Königreich im Wettbewerb eingesetzt.
Erst Mitte der 1990er-Jahre wurde das Fahrzeug umfassend restauriert, mit großer Sorgfalt für seine Herkunft und Geschichte. Ein zeitgenössischer Bericht stellte fest: „Bis heute ist das Fahrzeug in allen Belangen bemerkenswert original, mit seinem ursprünglichen Motor, Vorder- und Hinterachsen, Getriebe und Karosserie.“ Lediglich die Vergaser sollen später modifiziert worden sein. Bis 2003 hatte das Fahrzeug 77 Jahre im Vereinigten Königreich verbracht, bevor es einen neuen Besitzer auf dem europäischen Festland fand und in die Niederlande zog. Inzwischen sind weitere 23 Jahre vergangen, und das Fahrzeug wird erneut zur Auktion angeboten.
Günstig ist es keineswegs. Doch in einer Welt, in der der Type 35 gefeiert und unzählige Male interpretiert, nachgebildet und gewürdigt wurde, wirkt dieser außergewöhnlich originale Type 37 besonders erfrischend.
Text: Jeroen Booij
Fotografie: Broad Arrow Auctioneers
Während der Auktion erreichte der Bugatti Type 37 GP ein Höchstgebot von €780.000. Soweit uns bekannt ist, wurde das Fahrzeug zu diesem Gebot jedoch nicht live verkauft.
Unserer Meinung nach vermittelt dies ein realistisches Bild des aktuellen Marktes: Es besteht durchaus Interesse an besonderen und gut präsentierten Fahrzeugen, doch Käufer scheinen derzeit in den höchsten Preiskategorien kritischer und zurückhaltender zu sein. Wir sind gespannt, wie andere dies einschätzen.
Ahaaa yes....
Many aftermarket built from original (?) parts and replicated parts, assembled they came together the the help of U.K. Bugatti specialists, including Ivan Dutton, Gentry Restorations, Arthur Archer, Brineton Engineering and French specialists NOVO and many others like Argentine PurSang.