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Bologna-Woche 2026: Alfa Romeo bei der 24 Ore di Pescara

Ein Automobil kann nach einer Stadt benannt sein, ohne jemals dort gebaut worden zu sein. So verhielt es sich beim Alfa Romeo 6C 2300 Pescara. Der Sechszylinder stammte aus Mailand, ebenso wie seine berühmteste Karosserie von Carrozzeria Touring. Seinen Namen verdiente er sich jedoch an der Adriaküste – nach einem 24-Stunden-Rennen, bei dem drei Alfa Romeo die ersten drei Plätze belegten.

 

1934 war der 6C 2300 noch ein neues Modell. Alfa Romeo hatte seine bekannte Sechszylinder-Baureihe zu einem 2,3-Liter-Gran-Turismo weiterentwickelt: einem Reisewagen, dessen Leistungsfähigkeit die Marke zugleich im Wettbewerb unter Beweis stellen wollte. Für die Targa Abruzzo, das 24-Stunden-Rennen bei Pescara, meldete die Scuderia Ferrari drei Exemplare. Damals war die Scuderia für die Renneinsätze von Alfa Romeo verantwortlich.

 

Touring versah alle drei Wagen mit geschlossenen Berlinetta-Karosserien. Damit war der Karosseriebauer weit mehr als nur ein Schöpfer schöner Formen: Bei einem 24-Stunden-Rennen spielte auch eine entscheidende Rolle, welchen Beitrag die Karosserie bei hohen Geschwindigkeiten und im Dauereinsatz leistete. Alfa Romeo lieferte die Technik, Ferrari setzte die Wagen ein und Touring gab ihnen ihre Form. Gemeinsam erzielten sie ein Ergebnis, das sich keine Werbeabteilung besser hätte ausdenken können.

Der Alfa von Franco Cortese und Francesco Severi gewann. Die beiden anderen 6C 2300 belegten die Plätze zwei und drei. Drei Exemplare desselben neuen Modells auf dem Podium: Pescara war mit einem Schlag ein Name, den Alfa Romeo bestens nutzen konnte.

Nach dem Rennen erschien der 6C 2300 Pescara als sportliche Ausführung für Kunden. Der Name verwies auf den Sieg, während der Wagen mit verschiedenen Karosserien erhältlich war. Ein Pescara war daher nicht zwangsläufig eine Kopie einer der drei Renn-Berlinettas von Touring.

 

Die Geschichte wurde fortgeschrieben. 1935 stellte Alfa Romeo den 6C 2300 B vor, der unter anderem über Einzelradaufhängung und hydraulische Bremsen verfügte. Auch von diesem Modell entstanden Pescara-Ausführungen, häufig mit Karosserien von Touring. Wer heute einen 6C 2300 B Pescara betrachtet, sieht somit eine spätere Entwicklungsstufe jenes Wagens, der sich 1934 seinen Namen verdiente.

 

Vom 22. bis 25. Oktober findet in Bologna die Auto e Moto d’Epoca statt. Dort wird diese Geschichte für uns auf besondere Weise fortgesetzt: Auf dem Stand von PreWarCar.com wird ein Alfa Romeo 6C 2300 Pescara zu sehen sein. Der Wagen steht zudem zum Verkauf. Wir hoffen, Sie dort begrüßen zu dürfen.

Die Auto e Moto d’Epoca findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 auf dem Messegelände BolognaFiere in Italien statt. Tickets sind hier erhältlich.

 

Publiziert:
Montag Oktober 19th, 2026

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