Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
Modern, oder?
Der Cadillac Sixty gilt oft als Meilenstein im Automobildesign – zumindest sah man das damals bei General Motors so.
Interessant zu wissen: Verantwortlich für dieses Design war der erst 26-jährige Chefdesigner Bill Mitchell, der nur zwei Jahre zuvor durch Harley Earl zu GM gekommen war. Schon als Jugendlicher soll er „Autohäuser gestreift“ haben: „An Wochenenden und Abenden schlenderte er die 57th Street und die Park Avenue entlang und bestaunte die großen Namen jener Zeit – Isotta-Fraschini, Rolls-Royce, Hispano-Suiza, Mercedes-Benz und Duesenberg – die Trendsetter ihrer Ära.“
Der nächste Schritt war das Zeichnen dieser edlen Maschinen. Mit 19 hatte Bill das Glück, bei einer Werbeagentur unterzukommen, die sein Talent förderte. Die beiden Agenturchefs sollten später die Automobile Racing Club of America gründen – den Vorläufer des Sports Car Club of America. Bill wurde zum offiziellen Illustrator des Clubs, entwarf das Logo und dokumentierte das Renngeschehen auf Strecken wie Briarcliff und dem Sleepy Hollow Ring. Und als ein Freund von Harley Earl diese Zeichnungen sah…
Der Cadillac Sixty war Mitchells erstes vollständiges Automobildesign für GM – und brachte direkt einige bemerkenswerte Innovationen mit sich. Dazu gehörten etwa die rahmenlosen Türfenster im Stil eines Cabrios und – besonders auffällig – das vollständige Weglassen der Trittbretter. Die Gesamtsilhouette wurde als „Torpedo-Karosserie“ bekannt – ein Designansatz, den GM fast ein Jahrzehnt lang beibehielt. Manche sagen sogar, sein Einfluss reichte noch deutlich weiter. Wer sich an die Packard Twelve Konzeptstudie von 1999 erinnert, erkennt den „Torpedo-Look“ wieder.
Die originale Bildunterschrift lautete:
„Mit ihrer robust wirkenden Erscheinung und dem typischen Cadillac-Stilbewusstsein tritt die neue Cadillac Sixty als eines der stilprägenden Modelle des Jahres 1938 auf. Das Fahrzeug ist nur fünf Fuß und fünf Zoll hoch (etwa 1,65 Meter), bietet jedoch mehr Kopffreiheit als ein durchschnittlicher Wagen. Möglich macht das eine einzigartige Rahmen- und Karosseriekonstruktion. Der Verzicht auf Trittbretter verleiht dem Gesamtbild eine moderne Note.“
Text: Jeroen Booij
Foto: The New York Public Library
I've always heard these cars called 60 Specials. Previously and following, all Cadillacs in the 60 range, 61, 62, 63, 65 and 67 used Fisher bodies that were shared with other GM divisions. This car was a Special Fleetwood bodied car until 1942 it shared the body on no other vehicle . In 1938, the 60 special started as a smaller Fleetwood Cadillac for discriminating owner drivers.
Jeoren, I always enjoy the automobile history you continue to write for PWC.
ABL