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Badawi Trail to the Last Oasis 2026: Abenteuer, Ausdauer und Triumph in Saudi-Arabie

Die zweite Ausgabe der Badawi Trail to the Last Oasis wurde trotz herausfordernder Umstände erfolgreich ausgetragen. Was ursprünglich als internationale Rallye geplant war, musste zwar in eine rein saudische Ausgabe umgewandelt werden – doch das tat dem Abenteuer, der Herausforderung und den beeindruckenden Leistungen keinen Abbruch.

 

Angepasste Strecke, unveränderter Charakter

Die Rallye startete am 28. März und endete dreizehn Tage und 5.000 Kilometer später wieder in Dschidda, innerhalb der Mauern des Jeddah Corniche Circuit. Wo normalerweise die Formel 1 gastiert, bot die Strecke diesmal die Kulisse für eine ganz andere Form des Motorsports.

Aufgrund veränderter Umstände in der Region musste die ursprüngliche internationale Route angepasst werden. Der Veranstalter HERO-ERA stellte jedoch eine alternative Strecke zusammen, die vollständig innerhalb Saudi-Arabiens verlief, größtenteils auf der ursprünglichen Route basierte und um zusätzliche Etappen erweitert wurde. Dank der Unterstützung des Königreichs Saudi-Arabien konnte die Rallye stattfinden – ein Umstand, der von den Teilnehmern sehr geschätzt wurde.

 

Von der Wüste in die Berge

Die Strecke bot alles, was eine Endurance-Rallye ausmacht: weite Wüsten, anspruchsvolle Bergpässe, Wadis und sogar Abschnitte entlang des Roten Meeres. Die Teilnehmer folgten teilweise den Spuren der legendären Dakar-Rallye, entdeckten aber auch ein weniger bekanntes Saudi-Arabien mit spektakulären Gebirgen und anspruchsvollen Straßen.

 

Zu den Höhepunkten gehörten unter anderem:

  • Hegra mit seinen beeindruckenden Felsengräbern
  • Maraya, das größte Spiegelgebäude der Welt
  • Die surrealen Landschaften rund um „Mushroom Rock“ und das Mesa-Tal

 

Eine harte Prüfung

Mit 40 Wertungsprüfungen und 15 Sporting Time Control-Abschnitten erwies sich die Rallye wie erwartet als unerbittlich. Von den 21 gestarteten Teams erreichten 20 das Ziel – einige mussten jedoch nach technischen Defekten auf gemietete 4x4-Fahrzeuge umsteigen, um überhaupt anzukommen.

Für viele war diese Veranstaltung mehr als nur eine Rallye: Sie diente als Vorbereitung auf die Peking to Paris Motor Challenge 2028, die als längste und härteste Ausgabe aller Zeiten gilt.

Eine besondere Geschichte lieferte das Team in einem Itala von 1907. Gesteuert von Tomas de Vargas Machuca, Ben Cussons und David Ayres erreichte das 119 Jahre alte Fahrzeug einen beeindruckenden 5. Gesamtrang sowie den Sieg in der Pioneer Class.

 

Dominanz des Ford V8

Der Gesamtsieg ging souverän an Richard Clark und Jonathan Round in ihrem Ford V8 Coupé. Das Duo, das bereits bei der Pearl of India Rally erfolgreich war, kontrollierte die Gesamtwertung nahezu von Beginn an.

Trotz einiger technischer Probleme verteidigten sie ihre Führung mit beeindruckender Konstanz. „Es ist immer großartig, in Saudi-Arabien zu sein. Wir wurden fantastisch empfangen und es ist eine Ehre, hier zu gewinnen“, so Clark.

Navigator Round ergänzte: „Wir hatten eine großartige Zeit und sind sehr froh, dass die Rallye stattfinden konnte.“

 

Spannender Kampf in der Classic-Klasse

In der Classic-Klasse blieb es bis kurz vor Schluss spannend. Letztlich setzte sich der Ford Mustang von Xavier de Sarrau und Lucas de Sarrau durch. Das Vater-Sohn-Duo behauptete sich gegen starke Konkurrenz, darunter ein Mercedes-Benz 450 SLC und zwei Toyota Land Cruiser, darunter das Fahrzeug von Alfonso de Orleans-Borbon.

Bemerkenswert: Der Land Cruiser von De Orleans-Borbon verunfallte früh in der Rallye und kämpfte mit zahlreichen technischen Problemen, erreichte aber dennoch den zweiten Platz. „Dieser Sieg wurde Schritt für Schritt erarbeitet. Es war spannend, aber dank Lucas’ Einsatz haben wir es geschafft,“ sagte Xavier.

 

Eine Rallye mit Bedeutung

Obwohl die Rallye vor dem Hintergrund regionaler Spannungen stattfand, hoben die Teilnehmer vor allem die Gastfreundschaft, den Durchhaltewillen und das einzigartige Erlebnis hervor. Die Badawi Trail to the Last Oasis zeigte erneut, dass historische Rallyes nicht nur von Geschwindigkeit leben, sondern von Abenteuer, Teamgeist und Respekt vor Mensch und Maschine.

Mit dieser erfolgreichen zweiten Ausgabe hat sich Saudi-Arabien fest als Ziel für internationale Endurance-Rallyes etabliert – und als Vorgeschmack auf das, was uns auf dem Weg nach Peking–Paris 2028 erwartet.

 

Publiziert:
Montag April 13th, 2026

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