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Aladdins Höhle: Hooper & Co.-Füllhorn im London Science Museum

Ein wenig zwangloses Stöbern in den Online-Archiven des London Science Museum ließ uns beinahe unseren Kaffee über den Bildschirm spucken. Da war sie, scheinbar aus dem Nichts: eine Fülle an Fotos und Material aus den Archiven von Hooper & Co. Laut dem Museum: “Die Materialien in der Sammlung des Science Museum repräsentieren die Zeit der Produktion von Hooper & Co. – von Kutschen bis hin zu maßgefertigten Automobilkarosserien, 1828–1959.” Und sie übertreiben nicht: “Da das Science Museum nicht das gesamte Unternehmensarchiv besitzt, sind die meisten Serien in der Sammlung unvollständig und weisen Lücken auf.

 

Dennoch ist es etwas Erstaunliches. Soweit wir feststellen konnten, enthält die Sammlung des Museums viele Hunderte von Fotografien aus den Unterlagen des Karosseriebauers. Aber es gibt noch mehr. Dazu gehören 10 Bestellbücher mit allen Details zu Kundenaufträgen; Produktionsaufzeichnungen über sämtliche Arbeiten, Lieferdetails, Karosserienummern und Spezifikationen; Finanzunterlagen mit 35 Bänden Verkaufslisten sowie ein Band mit Kalkulationen für Standard-Limousinenkarosserien; drei Bände Zeichenregister sowie 98 originale Hooper-Entwurfszeichnungen für Automobilkarosserien, 3.333 Zeichnungen im Maßstab auf Transparentpapier sowie Kunst- und Designarbeiten, darunter “Ein Band mit Monogrammen, Wappen und Kronen usw., handgezeichnete Entwürfe, nach Datum geordnet mit einem Index nach Kundennamen.

 

Was für eine Aladdins Höhle voller Schätze! Die Fotosammlung scheint viele Rolls-Royce-Modelle zu enthalten, aber wir haben hier auch einige andere hinzugefügt. Nennen Sie sie ruhig, wenn Sie sie erkennen. Ein Fahrzeug, das unser besonderes Interesse weckte, ist dasjenige, das (dreifach) am Ende zu sehen ist. Es handelt sich um ein Crossley-basiertes Sechsradfahrzeug, das angeblich für König George V. zum Einsatz auf dem Anwesen Sandringham gebaut wurde. Der König war vielleicht nicht der widerstandsfähigste Mensch, da er verletzt wurde, nachdem er in Frankreich vom Pferd gestürzt war, und später an chronischer Bronchitis litt, als er “im November 1928 an einer Septikämie erkrankte.” Das schien das letzte Quäntchen gewesen zu sein, woraufhin sein Sohn Edward viele seiner Pflichten übernahm. Dennoch wollte der König seine Jagdgesellschaften fortsetzen, und genau dafür war der Crossley-Sechsradwagen gedacht: “um ihm die Fortbewegung auf unwegsamem Gelände zu ermöglichen.” So jedenfalls die Geschichte…

 

Text: Jeroen Booij
Bilder: Science Museum Group

 

Publiziert:
Freitag Oktober 10th, 2025

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