Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Ein wunderschönes Foto, und eine ebenso schöne Bildunterschrift dazu: „Ein Sonntagnachmittagsausflug, 1908, und ein großer Teil von Pontiac, MI hält inne, um mit dem heimischen Produkt, einem Welch von 1908, zu posieren.“
Die Brüder Welch (A.R. und Fred) begannen 1901 mit der Herstellung von Automobilen, ausgestattet mit einem selbstentwickelten Zweizylindermotor, der „wahrscheinlich der erste mit einer sphärischen Brennkammer“ war. Bald folgten Vier- und Sechszylinder. In Pontiac, Michigan dachten sie ihrer Zeit weit voraus: Sie waren der erste amerikanische Autohersteller, der eine obenliegende Nockenwelle einführte. Ihr doppeltes Zündsystem kombinierte sowohl ein Bosch-Magneto als auch eine Batterie-Spule-Anlage, die unabhängig voneinander arbeiteten und jeweils eigene Zündkerzen entfachten. 1906 präsentierten sie sogar ein abnehmbares Dach, nutzbar als ‚Cape Top‘ im Sommer, als Halblimousine im Herbst und als Pullman-Limousine im Winter.
An Kreativität, Fantasie und Talent mangelte es nicht. Doch das Geld erwies sich als das eigentliche Hindernis für die Brüder Welch. Zehn Jahre lang vermarkteten sie ihre Wagen stolz unter ihrem eigenen Namen, bis sie 1911 von General Motors übernommen wurden – und der Schwung modernerer Zeiten einsetzte.
Das Jahr 1908 und die Stadt Pontiac, Michigan scheinen vielleicht gar nicht zu dieser Stimmung zu passen. Und doch mussten wir sofort an Randy Newmans wunderbares Lied Dayton, Ohio, 1903 denken.
Let's sing a song of long ago
When things were green and moving slow
And people'd stop to say hello
Or they'd say "Hi" to you
"Would you like to come over for tea
With the missus and me?
It's a real nice way to spend a day in Dayton, Ohio
On a lazy Sunday afternoon in 1903"
Let's sing a song of long ago
When things could grow and days flowed quietly
The air was clean and you could see
And folks were nice to you
"Would you like to come over for tea
With the missus and me?
It's a real nice way to spend a day in Dayton, Ohio
On a lazy Sunday afternoon in nineteen hundred and three"
(Lasst uns ein Lied von längst vergangener Zeit singen
Als alles noch grün war und langsam verlief
Und die Leute anhielten, um Hallo zu sagen
Oder einfach „Hi“ zu dir
„Möchtest du auf eine Tasse Tee vorbeikommen
Mit meiner Frau und mir?
Es ist eine wirklich schöne Art, einen Tag in Dayton, Ohio zu verbringen
An einem faulen Sonntagnachmittag im Jahr 1903“
Lasst uns ein Lied von längst vergangener Zeit singen
Als Dinge wachsen konnten und die Tage ruhig dahinflossen
Die Luft sauber war und man weit sehen konnte
Und die Leute freundlich zu dir waren
„Möchtest du auf eine Tasse Tee vorbeikommen
Mit meiner Frau und mir?
Es ist eine wirklich schöne Art, einen Tag in Dayton, Ohio zu verbringen
An einem faulen Sonntagnachmittag im Jahre neunzehnhundertdrei“)
Worte Jeroen Booij / Randy Newman
Foto New York Public Library