Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Brooklands, 1930. Eine schlammige Rennstrecke irgendwo in den englischen Grafschaften, oder vielleicht ein staubiges Oval in Indiana. Männer in Tweedjacketts und Lederhauben, Schutzbrillen über den Augen, eine Zigarette im Mundwinkel baumelnd, während sie an der Kurbel drehen, um einen widerspenstigen Sechszylinder zum Leben zu erwecken. Keine Überrollkäfige, keine Gurte, keine Aerodynamik, die irgendeinen Sinn ergibt. Nur eine lange Motorhaube, zwei schmale Reifen vorne und ein gerader Auspuff, der bei jedem Gasstoß ein Geräusch produzierte, von dem die Anwohner drei Dörfer weiter aufwachten. Das war Rennsport in der Prewar-Ära. Roh, romantisch und ausgesprochen lebensgefährlich.
Damals war ein Auto noch kein geschlossener Kokon mit Sitzheizung und einem Bildschirm, der einem sagt, wann man ins Bett gehen soll. Ein Rennwagen war ein Rahmen, ein Motor, ein Lenkrad und eine Menge Mut. Der Fahrer saß obenauf, nicht darin. Und wenn es schiefging, dann ging es gründlich schief. Wir sprechen hier von der Generation, für die das Wort 'Sicherheitsmarge' erst noch erfunden werden musste. Mein Großvater, der später die Alfa-Vertretung an der Heilooërdijk führte, erzählte früher Geschichten über solche Maschinen mit einem Funkeln in den Augen, das ich erst viel später verstand.
Gut, zurück zum Wagen, der hier gerade prunkt. Was wir anbieten, ist kein originaler Museumswagen von 1930, den man mit Samthandschuhen anfassen muss. Das ist ein Tribute, eine Hommage an jene glorreichen Rennwagen der 1930er Jahre, aufgebaut rund um einen Chevrolet Straight Six mit 3,2 Litern. Ein Reihensechszylinder, genau so, wie es sich für diese Epoche gehört. Kein Plastik, keine Computer, kein Lane-Assist, der einen korrigiert, wenn man über die Linien hinausmalt. Nur du, ein roter Rahmen, ein offenes Cockpit und 46 PS, die sich viel größer geben, als sie auf dem Papier sind.
Und genau das ist der Punkt. Diese 46 PS klingen auf dem Papier wie ein E-Scooter mit Allüren, aber du solltest das nicht als Zahl lesen. Du musst es fühlen. Einen Prewar-Racer fährt man nicht, man bedient ihn. Jeder Schaltvorgang mit diesem handgeschalteten Getriebe ist eine Verhandlung, jede Kurve ein Gespräch zwischen dir und den Vorderrädern. Es gibt keine Servolenkung zwischen dir und der Straße, keinen Filter. Du spürst jeden Kieselstein, hörst jede Explosion in den Zylindern und riechst das Benzin so, wie es gemeint war. Das ist Autofahren, reduziert auf die absolute Essenz.
Der rote Lack, in Solid ausgeführt, wie es sich für eine Maschine aus dieser Epoche gehört, verleiht ihm genau die Ausstrahlung, die man erwartet. Kein Metallic-Geglitzer, kein Perlmutt-Schnickschnack, einfach tiefes und entschlossenes Rot. Zwei Sitzplätze, bezogen in Leather, denn selbst in einem Rennwagen möchte man auf etwas sitzen, das ein wenig Stil ausstrahlt. Es ist ein Zweisitzer ohne jeden Schnickschnack, und genau darin liegt der Reiz. Alles, was nicht zum Fahren beiträgt, wurde weggelassen.
Ich muss ehrlich zugeben: Beim Anblick dieses Dings bekam ich sofort Lust, eine Lederhaube aufzusetzen und ein Stück durch die Marsch zu brettern, als wäre ich Tazio Nuvolari. Es ist die Art von Auto, die dich in eine Zeit zurückversetzt, in der Männer noch Männer und Autos noch einfach Autos waren. Man steigt in so ein Ding nicht ein, um von A nach B zu kommen. Man steigt ein, weil man etwas fühlen will, was die meisten modernen Autos einem schlicht nicht mehr geben können. Diese Verbindung, diese Direktheit, diesen ungefilterten Kontakt mit der Maschine.
Zugegeben, nach heutigen Maßstäben ist er nicht gerade praktisch. Man parkt darin keine Einkäufe, man bringt damit nicht die Kinder zur Schule, und bei Regen wird es ein Wasserballett. Aber dafür kauft man so ein Ding auch nicht. Das ist ein Spielzeug für den Liebhaber, der versteht, dass ein Auto auch ein Erlebnis sein kann, ein Stück bewegtes Erbe, eine Zeitkapsel auf vier schmalen Reifen. Ein Auto mit einem gigantischen Sympathiefaktor, um das sich auf jedem Oldtimer-Event ein Kreis von Bewunderern bildet.
Für knapp fünfundsechzig Riesen hat man etwas, das niemand sonst in der Einfahrt stehen hat. Kein Porsche 911, von denen es dreizehn im Dutzend gibt, kein x-ter W124. Sondern eine Hommage an die Ära, in der Autofahren noch ein Abenteuer war und Rennfahrer noch Helden auf Leben und Tod.
Zieh deine Lederhaube an und lass den Rest der Welt im Stau stehen.
**Besondere Merkmale:**
- Tribute an die Prewar-Rennwagen der 1930er Jahre
- Chevrolet Straight Six, 3,2 Liter Reihensechszylinder
- 46 PS, handgeschaltet
- Offenes Zweisitzer-Cockpit ohne Schnickschnack
- Roter Solid-Lack, period correct Ausstrahlung
- Lederausstattung
- Ungefiltertes, direktes Fahrerlebnis
- Enormer Sympathiefaktor auf jedem Oldtimer-Event
- Differenzbesteuerung
Mit aufgesetzter Lederhaube und den Goggles schon bereit,
Nick Slinger
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