Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Der Mercedes Benz des legendären Typ SSK (Super Sport Kurz) war und ist eines der prestigeträchtigsten Modelle, die von der Marke jemals gebaut wurden. Der Sechszylinder-Reihenmotor mit 7.065 cm³ Hubraum – konstruiert von Ferdinand Porsche – leistete je nach Version zwischen 140 und 180 PS, mit Zuschaltung des Roots-Kompressors sogar satte 200 bis 250 PS. Geschwindigkeiten um 200 km/h war damals nur wenigen (Renn)Sportwagen vorbehalten. So errangen die SSK (und SSKL) mit Fahrern wie Rudolf Caracciola und Manfred von Brauchitsch internationale Siege wie bei der Mille Miglia 1931 und bei zahlreichen Bergrennen.
Dieses Exemplar ist ein hochwertiger, originalgetreuer „Wiederaufbau“ zu einem SSK, der im Jahr 2003 bei einem bekannten Spezialisten in Deutschland durch die Wiederverwendung von Originalteilen entstand. Bereits 1994 hatte der Restaurierungsspezialist das Exemplar als einen erheblichen Schadensfall in den USA erworben, wo es sich seit 1978 in einer Sammlung befand. Der vordere und mittlere Querträger des Fahrgestells sind original. Durch die eingeschlagene Chassis-Nummer auf dem mittleren Querträger hat dieser Wagen seine Identität erhalten bzw. behalten. Auch die frühe Geschichte zu dieser Chassis-Nummer ist detailliert dokumentiert.
Im Zuge des Wiederaufbaus 2003 wurden zahlreiche Komponenten (u.a. Fahrgestelltraversen, Federfäuste, Motorlagerböcke, Kühlerträger, Kardanwelle, Spurstangen, Vorderachse) des vorhandenen Chassis aufwändig hergerichtet und eingesetzt, andere Teile wie zum Beispiel die Längsträger wurden neu angefertigt. Sämtliche Anbauteile des Fahrwerks wie Bremsen, Hinterachse, Räder und Lenkung wurden nach entsprechender Spezifikation neu angefertigt und verbaut. Die Karosserie sowie der vorhandene Motor waren nicht weiter verwendbar. Die Karosserie wurde als typische SSK-Spezifikation auf einem neuen Holzrahmen mit allen originalgetreuen Details angefertigt. Das gleiche gilt für den Innenraum und das Armaturenbrett.
Der Motorblock ist laut Mercedes Benz ein originales, spätes Aggregat eines Mercedes 630 K-Modells von 1929. Dieser Motorblock hatte bereits wie bei den späteren S/SS/SSK Modellen den Aufnahmeflansch für eine Zweivergaseranlage am Motor angegossen. Durch seine „nassen“ Zylinderlaufbüchsen war er prädestiniert, um von 6,3 Liter auf 7,1 Liter (wie beim SSK) aufgebohrt zu werden. Diese Maßnahme führt zu einer eindrucksvollen Leistung und Kraftentfaltung. Beim Zylinderkopf handelt es sich um eine originalgetreue Nachfertigung. Alle Arbeiten des Wiederaufbaus sind in einer Fotodokumentation festgehalten.
Nach der Fertigstellung wurde der SSK von seinem Besitzer fast 20 Jahre intensiv genutzt und auf zahlreichen Fahr-Veranstaltungen eingesetzt sowie auf Concours Events präsentiert. Hierfür wurden ein FIVA-Pass sowie ein „Historical Technical Passport“ vom DMSB erstellt. Zu den Teilnahmen zählen unter anderem die Mercedes Benz Classic Days 2003 in Salzburg, die Eifel-Klassik (Oldtimer Grand-Prix Nürburgring) 2003, Mille Miglia 2004, Taubensuhlrennen 2004, Heidelberg Historic 2004, Ländle Classic 2004, Mercedes Benz Classic Days in Brooklands 2008 sowie zahlreiche weitere Classic-Veranstaltungen. Diese Aktivitäten sind umfassend mit Fotos, Teilnehmerlisten und Artikeln dokumentiert. Nach dem Tod des Besitzers wurde der SSK Anfang 2023 über EBERHARD THIESEN an einen Sammler und Mercedes Enthusiasten in Berlin verkauft, der mit diesem Rennsportfahrzeug ebenfalls an verschiedenen Veranstaltungen teilnahm.
Somit bietet sich die seltene Gelegenheit eine hochwertige und originalgetreue Recreation eines der seltensten und ikonischsten historischen Rennwagen der Automobilgeschichte zu erwerben. Der Wagen beeindruckt mit seiner extremen Leistung und Kraftentfaltung und ist trotz seiner schlanken Rennsportkarosserie eine imposante Erscheinung. Dieses Exemplar wurde seit seinem Neuaufbau immer aktiv gefahren und ist auch heute noch genau dafür geschaffen und einsatzbereit. Den kundigen Fahrer erwartet ein einmaliges Fahrerlebnis, das ihn in den großartigen und abenteuerlichen Rennsport der späten 1920er / frühen 1930er Jahre versetzt.
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